Der Herr der Ringe - Die Sauron-Erweiterung (Reiner Knizia, 3 bis 6 Spieler, ab 12 Jahre)

Die dunklen GestaltenWährend das Grundspiel zum Herrn der Ringe und die Erweiterung die Feinde alle Spieler gemeinsam gegen Sauron verbündete, unterstützt jetzt, in der Sauron-Erweiterung, einer der Mitspieler den Gegner. Er setzt alles daran, die Hobbits daran zu hindern, den Ring in Mordor zu vernichten.

Diese erste Beschreibung beruht nur auf dem Grundspiel der Sauron-Erweiterung. Für weitere Spielvarianten wird das Material mitgeliefert, doch die Kürze der Zeit reichte nicht aus, sie auszuprobieren.

Der Grundaufbau des Spieles wird wie üblich vorgenommen und dann durch das Material der Erweiterung ergänzt. Die Ereignis-Kärtchen kommen in einen Stoffbeutel und werden durch vier Sauron-Ereigniskarten (Sauron rückt vor ...) ergänzt. Zusätzlich zur Sauronfigur kommt den Hobbits jetzt auch einschwarzer Reiter entgegen. Hat dieser den Ringträger erreicht, hält er an und dreht sich um. Hat er dann nach einigen Bewegungen wieder am Startfeld angekommen, haben die Hobbits gemeinsam versagt.

Doch zuerst sollte erklärt werden, wie Sauron ins Spiel kommt: Er erhält seine Charakterkarte, auf der seine Eigenschaften aufgedruckt sind, und 30 Sauronkarten, die er mischt, und verdeckt ausgelegt. Von diesen Karten erhält er zu Spielbeginn zwei auf die Hand. Des weiteren erhält er zwei Nazgulkarten, die er offen vor sich auslegt. Die restlich sieben Nazgulkarten werden auch als verdeckter Stapel bereitgelegt.

Sauron kann auf zwei Arten aktiviert werden. Zum einen wird er vor dem Zug eines jeden Hobbits aktiviert. Nun hat er drei Möglichkeiten.

Die Sauron und Nazgulkarten zeigen Symbole, die angeben, was die Folgen für den aktiver Spieler sind.

Hierbei gibt es die schon bekannten Forderungen 1-3 Felder auf der Leiste ins Dunkle zu gehen, ein Lebensplättchen abzugeben, Sauron einen Schritt nach vorne zu setzen...

Außerdem gibt es die Forderung, den schwarzen Reiter 1-5 Felder zu bewegen.

Der aktive Spieler kann sich eine der Auswirkungen, die durchführbar ist, aussuchen. Das Würfelsymbol (schwarzes Quadrat) kommt auch hier vor doch es hat in der gesamten Erweiterung eine andere Bedeutung bekommen. Es wird nur noch gewürfelt, wenn der Ringträger den Ring aufsetzt: er würfelt, führt das Ergebnis aus, und setzt den Positionsstein vor. Jedes andere Mal wird Sauren durch das Würfelsymbol (das auch auf einigen Sauronkarten vorkommt) aktiviert. Findet die Aktivierung auf diesem Weg statt, hat er nur zwei Auswahlmöglichkeiten. Er spielt eine Sauronkarte gegen den Spieler, oder er ergänzt seine Kartenhand vom Sauronstapel auf 6 Karten. Jetzt kann sich der betroffene Spieler die Auswirkung jedoch nicht mehr aussuchen, sondern alle aufgeruckten Schwierigkeiten, die möglich sind treten ein.

Diese Karten werden wie Würfelwürfe im Basisspiel betrachtet, und können mit den entsprechenden Aktionskarten abgewehrt werden. Sams Charaktereigenschaft beinhaltet nun, dass er sich genau ein Symbol aussuchen darf. Während die Sauronkarten sich nur gegen den aktiven Spieler richten, tragen die Nazgulkarten einen Text, der den Ringträger, oder die ganze Gruppe beeinflusst. Auch diesem Befehl muss nachgekommen werden.

Nachdem die Sauron/Nazgulkarte ausgewertet wurde, geht das Spiel ganz normal weiter, nur hat jeder Spieler als weitere Aktion die Möglichkeit, den schwarzen Reiter um bis zu drei Felder zurückzusetzen.

LichtkärtchenDa es mit einem bewusst agierenden Sauron deutlich schwerer wird, den Ring zu vernichten, benötigen die Hobbits weitere Hilfen.. Hierzu gibt es 12 Lichtplättchen. Diese werden gemischt, und als verdeckter Stapel neben das Spielbrett gelegt. Wird ein neuer Spielplan ausgelegt, kommt über das viertletzte und das letzte Feld der Nebenaktionsleisten ein offenen Lichtplättchen . Erreicht ein Spieler in seinem Zug diese Felder, so kommt er in den Genuss dieser Plättchen. Sechs dieser Plättchen erlauben die Aufnahme einer bestimmten Lichtkarte, die ähnlich einer gelben Karte nicht nur im eigenen Zug, sondern auch während der Züge anderer Spieler ausgespielt werden können.

Sie erlauben z. B. das Vorsetzen eines Positionssteines um zwei Felder auf einer bestimmten Aktionsleiste, das Zurückschieben des schwarzen Reiters und ähnliches.
Die anderen Plättchen erlauben eine Doppelheilung, erlauben das ziehen von drei Karten oder geben drei Schilde.

Außerdem bekommt jeder Hobbit zusätzlich eine weitere Gefährtenkarte, deren Eigenschaft er nur einmal im Spiel einsetzen kann.

Wurde ein Abenteuer beendet, erhält der Sauronspieler eine neue Nazgulkarte und der schwarze Reiter wird an seine Anfangsposition zurückgesetzt. Alle anderen Aktionen um Abschluss eines Abenteuers werden wie gewohnt durchgeführt, Die Ereigniskärtchen wandern in den Beutel und werden wieder neu gemischt.

Diese Erweiterung sollt man nur mit erfahrenen Herr der Ringe Spielern spielen, damit ein flüssiger Spielverlauf entsteht.Auch die Angabe, dass das Spiel ab 12 , und nicht ab 19 wie das grundapiel ist, weist auf den höheren Schwierigkeitsgrad hin .Spielt der Sauronspieler gut, und legt einem die Sauron oder Nazgulkarten mit dem richtigen Grinsen vor, so hat man schnell das Bestreben, ihn besiegen zu wollen. Da Sauron aber bewusst gespielt wird, ist es wichtig, extrem gut zusammenzuarbeiten. Ein "ich würfele mal, es wird schon nicht passieren", kann man sich hier,da man ja nicht würfelt, sondern Sauron die Möglichkeit gibt besonders großen Schaden anzurichten, nicht mehr so einfach leisten.

Es gibt noch mehr Material, das weitere Varianten erlaubt, doch diese konnten wir nicht mehr testen.