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Fazit der Messe

 

 

Auch dieses Jahr sind wieder einige Trends auszumachen: Auffällig ist die Anzahl der Kooperationen mit namhaften Firmen, die nicht der Gesellschaftsspieleszene angehören. Ob Abenteuer Mensch (Kosmos mit der Zeitschrift Stern), Kopfsalat (Ravensburger mit Wissen.de) oder Das Steiff-Spiel (Kosmos mit Steiff), es werden Partner gesucht, mit denen das Spiel zusammen vermarktet wird.

Ganz im Trend liegen, vor allem bei den renommierten Verlagen, Spiele mit kürzerer Spieldauer. Für viele Neuerscheinungen benötigt man nicht mehr als eine Stunde, viele lassen sich auch in 45 Minuten oder gar einer halben Stunde spielen. Mit der Kürze einher gehen bekannten Spielmechanismen, die neu verquickt worden sind. Wer als Spielefreak auf eine neues El Grande oder Tikal gewartet hat, wurde sicherlich enttäuscht. Für denjenigen, der ein gut funktionierendes Spiel zur Unterhaltung sucht, gab es reichlich Auswahl.

Eine Besonderheit auf der Spiel in Essen sind die Kleinverlage. Hier verlegen ein oder zwei Personen ein Spiel, meist ein selbstentwickeltes. Auffallend war hier die hohe Ausstattungsqualität der Spiele. Stellvertretend für viele sei hier "Fische Fluppen Frikadellen" von 2F (=Friedemann Friese) erwähnt. Eine stabile, vollbezogene Schachtel, ein großer Spielplan aus dickem Karton, die Händler ebenso aus dickem Karton gestanzt, große Spielfiguren, Holzchips für die Flöße und runde Pappcounter für die Waren geben ein gutes Ausstattungsbild ab. Solche Produkte stehen den Spielen der großen Verlage in Nichts nach. Dasselbe gilt für die Grafik. Hier seien stellvertretend Gecko Games mit Trias (Grafikerin ist Doris Matthäus) und Zoo Sim von Cwali (enthält 50 individuelle Tierzeichnungen) erwähnt. Fragte man nach der wirtschaftlichen Seite, äußerten sich gerade die Kleinverlage sehr zufrieden. So sollte einem Wiedersehen 2003 Nichts im Wege stehen.

Und genau das braucht Essen, weil es die Atmosphäre schafft: die Kleinen neben Großen.