Hans im Glück
Hans im Glück präsentierte in Nürnberg "nur" ein Spiel, dafür aber mir sehr viel Material: Medina.
Medina (Stefan Dorra, 3 bis 4 Spieler)
Bei Spielbeginn besteht Medina aus einem Bewohner und vier Türmen. Diese
Türme stehen an den Ecken der Spielfläche, die in Quadrate unterteilt
ist. Der Bewohner befindet sich auf einem dieser Quadrate. So leer Medina
ist, so voll sind die Sichtschirme der Spieler: Palastteile in vier Farben
sowie Ziegenställe, Bewohner und Stadtmauern in neutralen Farben. Hinzu
kommen vier Dächer, die in einer dem Spieler zugeordneten Farbe gehalten
sind und nichts mit den Farben der Palastteile gemein haben. Der Spielzug
eines Spieler besteht nun darin, zwei seiner Teile auf den Spielplan zu bringen.
Dabei dürfen Palastteile nicht aneinanderstoßen, auch nicht diagonal.
Gibt es bereits einen neutralen Palast in einer Farbe, so muss ein weiteres
Teil dieser Farbe an den Palast angefügt werden, ansonsten kann ein
neuer
Palast damit begonnen werden. Mit einem Dach erklärt ein
Spieler den Palast zu dem seinigen. Allerdings darf von jeder Farbe nur einen
Palast haben. Ziegenställe erlauben eine Vergrößerung eines
Palast. Sie sind die einzige Möglichkeit, einen bereits im Besitz eines
Spielers befindlichen Palast zu vergrößern. Die Bewohner müssen
immer an genau einem anderen Bewohner gesetzt werden und bilden so eine Kette,
die sich durch Medina zieht. Die Stadtmauern werden schließlich außen
ausgehend von den Türmen platziert. Das Spiel endet, wenn alle Teile
verbaut sind.
Dann kommt es zur Wertung. Jeder Spieler erhält Punkte für seine Paläste. Jedes Palastteil und jeder angrenzende Ziegenstall bringt einen Punkt; ebenso jeder Bewohner und jede Stadtmauer, die direkt an den Palast angrenzt. Hinzu kommen noch Sonderpunkte für den größten Palast einer Farbe und für Verbindungen zu den Türmen, jeweils in den Werten 1 bis 4. Bei den Palästen sind die Werte den Farben zugeordnet. Der erste Spieler, der einen Palast mit einem Dach versieht, erhält eine Spielmarke, auf dem der Wert verzeichnet. Nachfolgende Spieler können die Karte übernehmen, indem sie einen Palast in Besitz nehmen, der größer ist. Bei den Türmen hat jeder Turm seinen Wert., der ebenfalls auf einer Marke versehen ist. Man erhält die Marke, indem man entweder eine Palast in Besitz nimmt, der bereits mit dem Turm verbunden ist oder indem man einen Palast durch setzen einer Stadtmauer mit dem Turm verbindet. Am Ende gewinnt der Spieler, der mit seinen Palästen und seinen Spielmarken die meisten die Punkte erzielt hat.