Verleihung des Deutschen Spielepreises 2001

Zur Verleihung des deutschen Spielepreises waren wir in diesem Jahr zum ersten mal eingeladen. Also fanden wir uns um 19.00 feingemacht im Saal Essen ein. Zuerst gab es für jeden Gast ein Namensschildchen, dass ihm den Zutritt in den Festsaal gestattete, und ermöglichte, Leute zu erkennen, die man nur dem Namen nach annte. Bei manchen Anwesenden mußte man zweimal hinschauen, denn so manchen Gast kannte man nur in legerer Kleidung, und so sah mancher im Anzug oder im feinen Kleid recht fremd aus.

Alle Gäste saßen an großen runden Achtertischen. Da es keine festgelegte Sitzordnung gab, konnte man dadurch zu netten Gesprächen mit Leuten kommen, die man vorher noch nicht kannte.
Eingeleitet wurde der Abend mit einer Tasse Suppe. Dann ging es zum offiziellen Teil über. Nach einer kurzen Einleitungsrede und der Begrüßung der offiziellen Vertreter von Stadt und Messe wurde die Essener Feder vergeben. Dann wurden die Plätze 10 bis 4 genannt und Autor und Verlagsvertreter auf die Bühne gebeten, um ihre Urkunden in Empfang zu nehmen. Bei den ersten drei Plätzen wurde zusätzlich zur Vorstellung des Spieles ein vergrößertes Exemplar der Spieleschachtel auf ein Treppchen gestellt, bevor der Preis vergeben wurde. Besonders gelobt wurde Bernd Brunnhofer, dem in diesem Jahr ein Doppelschlag gelang.

Doch dann wurden die Preisträger aktiv. Gabi Salomen und Jürgen Valentiner-Brandt von Schmidt-Spiele(Vertrieb) erschienen als Edeldame und Ritter.In einer kurzen Aufführung brachten sie unter anderem das folgende Lied, in welchem sie vielen Personen, die an der Entstehung des Spieles und des Preises beteiligt waren, dankten, zu Gehör:

Die PreisträgerDas Carcassonne Lied

Danke, für eure vielen Stimmen,
danke, für diesen Spielepreis.
Danke, dass wir den Thron erklimmen,
denn das ist kein Sch...

Danke, an den Autoren Wrede,
danke, dass er in Frankreich war.
Danke, für all sein Spielgerede,
und auch der Mama.

Danke, dem Hans im Glück Verla-ag,
danke, mal wieder Schwein gehabt.
Danke, für all die tollen Spiele,
macht nur weiter so.

Danke, für all die schönen Bilder,
danke, die Doris hats gemacht.
Danke, denn ohne diese Grafik
Hätt's niemals gekracht.

Danke, für diese Bauernregel,
danke, nun ist sie richtig klar.
Danke, denn nun weiß jeder Flegel
wo die Wiese war.

Merci, dem Städtchen Carcassonne,
merci, dass es dich wirklich gibt.
Merci, dein Name ist ne Wonne
Und bald sehr beliebt.

Danke, dem ganzen Mittelalter,
danke, ihr holden Ritterleut.
Danke, denn ohne diesen Background
Wär'n wir hier nicht heut.

Danke, dass ihr uns zugehört habt,
danke, das war nicht lweicht für euch.
Danke, nun ist es gleich vorüber
Und wir sind entfleucht.

Dieses Lied wurde humorvoll vorgetragen, so erhielten sowohl Klaus Jürgen Wrede, als auch Doris Matthäus während des Vortrags vom Ritter den Ritterschlag. Danach wurde vom Zoch Verlagein Wettbewerb unter allen Tischen durchgeführt. In großen grünen Plastikbehältern befanden sich Bamboleokugeln. Ein Zauberer schüttelte die Fässer, und man mußte schätzen, wie viele Kugeln darin sind.

An diese Vorführungen schloss sich eine kleine Talkrunde an, die die Preisträger vereinte. Hierbei gab es auch einige Glanzpunkte. Heinz Meister, der über 100 Spiele veröffentlicht hat, antwortete auf die Frage, wie er als gelernter Fliesenleger zum Spieleerfinden gekommen sei, sinngemäß: zuerst 20 Jahre mit den Händen arbeiten, dann 20 Jahre mit dem Kopf. Gelächter produzierte die Forderung Klaus Zochs an Bernd Brunnhofer, ihm den Glückskeks wiederzugeben, den dieser ihm in Chinatown, NewYork weggeschnappt habe. Dieser Keks sei an den vielen Preisen des HiG-Verlages Schuld.

Als dann das Buffet eröffnet wurde, kam es auch in den Warteschlangen zu vielen Gesprächen. Nach dem Essen, wechselte oft die Sitzordnung, und man freute sich, mit vielen Freunden und Bekannten ein paar Worte wechseln zu können. Da wir noch ca. 90 Minuten Autofahrt und die Aktualisierung der Pöppelkiste vor uns hatten, mussten wir uns leider schon recht früh verabschieden. Wir werden sicherlich gerne an diesen Abend zurückdenken.


Erwachsenen- und Familienspiele

Platz Titel Autor Verlag
1 Carcassonne Klaus-Jürgen Wrede Hans im Glück
2 Medina Stefan Dorra Hans im Glück
3 Die Händler von Genua Rüdiger Dorn Alea
4 Evo Philippe Keyaerts Eurogames
5 Capitol Alan R. Moon / Aaron Weissblum Schmidt
6 Cartagena Leo Colovini Winning Moves
7 San Marco Alan R. Moon / Aaron Weissblum Ravensburger
8 Babel Hagen Dorgathen / Uwe Rosenberg Kosmos
9 Java Wolfgang Kramer / Michael Kiesling Ravensburger
10 Das Amulett Alan R. Moon / Aaron Weissblum Goldsieber

Kinderspiele

1 Zapp Zerapp Heinz Meister / Klaus Zoch Zoch

Essener Feder für die beste Regel

1 Entdecker Klaus Teuber Kosmos