Piatnik wurde mehrfach bei seinen Spielen für die mäßige Grafik kritisiert. Damit ist es nun vorbei, wurden doch die neuen Spiele in hochwertiger Ausstattung und ansprechender Optik präsentiert.

Spielplanausschnitt "Time Pirates"Besonders herausragend ist hier Time Pirates von Alan Moon. Thema und Titel lehnen sich sicherlich an die Time Bandits an. Auf dem Spielplan befindet sich etliche Jahrhunderte, die jeweils einige Felder mit Plättchen beinhalten. Diese Plättchen zeigen Kunstgegenstände, die die Spieler rauben sollen. In jedem Zug hat ein Spieler Aktionen: so kann er die Plättchen eines Jahrhunderts auffüllen, zwischen den Jahrhunderten hin und her reisen oder sich Plättchen nehmen. Für das Reisen gibt es bestimmte Routen, die durchlaufen werden müssen, wodurch ein Spieler nicht all zu schnell in eine verlassenes Jahrhundert zurückkehren kann. Die geraubten Kunstgegenstände können nun eingetauscht werden. Dazu sind mindestens zwei gleiche Plättchen notwendig. Für zwei bis vier Plättchen gibt es den gleichen Gegenwert, wer gar fünf oder sechs gleiche Plättchen gesammelt hat, bekommt noch einen Bonuspunkt hinzu. Hier können einem besonders die Joker helfen, wenn... ja wenn es nicht die Zeitpolizei geben würde. Sie reist ebenfalls zwischen den Jahrhunderten herum. Bei den Plättchen, aus denen nachgezogen wird, befinden sich auch Plättchen, die den Zeitpolizisten reisen lassen. Trifft er dabei auf einen der Räuber, so nimmt er ihm einen Teil der Konterbande ab. Hierbei bevorzugt der Polizist die Joker, die er alle einkassiert, ansonsten raubt er von der Sorte ein Plättchen, von der der Spieler am meisten besitzt. Gewonnen hat natürlich der Spieler, der als Zeiträuber die meisten Punkte durch Tausch erlangen konnte.

Passagier  

Die zweite Neuerscheinung ist Die Weinhändler von Dominique Ehrhard. Es gilt, auf der Loire Wein und Passagiere zu tranportieren. Dazu gibt es auf der Loire einige Schiffe sowie mehrere Aufträge. Um einen dieser Aufträge zu erlangen müssen die Spieler Kohle bieten, die jeder Spieler auf seinem Satz Kohlekarten hat. Nun wäre es keine besondere Versteigerung, gäbe es nicht einige ziemlich bösartige Karten. Als Beispiel sei hier eine kleine Explosion genannt, die bei einem Gegner die Kohle verbrennt. Sieger ist natürlich der Spieler, der die meisten Aufträge erfüllt hat.

Ansonsten gibt es ein neues Party-Spiel: Was Wäre Wenn. Dabei wird mit einem Spieler oder einer Person ein Vergleich geschlossen. Was wäre wenn Herr X oder Frau Y ein Insekt, ein Uhr, oder.. wäre. Jeder Spieler darf dann aus den vorgegebenen sechs Antworten eine Antwort auswählen. Für jeden Spieler der zur Mehrheit gehört, gibt es einen Punkt. Gehört der Spieler selbst dazu, gibt es zwei Punkte.

Außerdem wird Malawi von Gerhard Kodys neu aufgelegt. Dieses Spiel gelangte 1986 auf die Bestenliste. Es handelt sich dabei um ein originelles, dreidimensionales Strategiespiel für zwei Personen.