setzt seine unterschiedliche Reihen weiter fort. Hinzu kommt eine neue Reihe
von Sportspielen, die in Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender DSF entstanden
sind. Für beide Spiele, Tennis Masters und Golf
Masters, zeichnen Rolf Rötgers und Oliver Bolten verantwortlich.
Gemeinsam ist beiden Spielen, dass der Spieler eine gute Geschicklichkeit
für ein erfolgreiches Absolvieren benötigt und das sich die Regeln
sehr eng an das große Vorbild anlehnen. Bei Tennis Masters erhält
jeder Spieler einen Tennisspieler bzw. -spielerin. In der rechten Hand halten
sie einen biegsamen Schläger. Um den kleinen Ball zu schlagen, wird
der Schläger nach hinten gezogen, die Figur hinter den Ball gestellt
und der Schläger losgelassen. Er schnellt nach vorne und mit einem
Vorhandschlag wird der Ball wegkatapultiert. Mit ein wenig Übung sollte
es gelingen, den Ball über das Netz im gegnerischen Feld zu plazieren.
Aber kann der Gegner den Ball erreichen? Dazu gibt es unter der Folie, auf
der gespielt wird, eine Schablone mit zwei Ovalen, die einmal die Schlag-
und die Laufzone darstellen. Um den Ball zu erreichen, darf die Schablone
verschoben werden. Bei gut
plazierten
Schlägen gibt es Flächen, die nicht mehr von der Schablone abgedeckt
werden. Gelingt es einem Spieler, seinen Schlag in eine solche Zone zu plazieren,
hat er den Punkt gemacht. Beim Golf Masters gibt es sechs Teile, die zu einer
Golfbahn zusammengefügt werden. Die beiden Golfspieler sind in mehreren
Achsen drehbar. Sie werden hinter den Ball gestellt und können ihn dann
mit ihren Schläger über die Bahn schlagen. Sonderregeln erschweren
das Schlagen aus dem Bunker oder aus de Rough. Strafpunkt für Landungen
im Wasser oder Out of Bounce runden das Golfspiel ab.
Von den preisgekrönten Autoren Alan R. Moon ("Elfenland") und Richard
Borg ("Bluff")
stammt die Wongar - auf den Spuren der Aborigines.
In zehn Bereichen versuchen die Spieler Mehrheiten zu bekommen und Wertungen
auszulösen. Doch bevor es bei einer Wertung zur Punkteverteilung kommt,
können die Spieler das Ergebnis durch Rituale verhindern. Die Kürze
der Zeit, Messerummel und die stilechte, aber zunächst nicht schnell
zugängliche Grafik verhinderten bei uns ein tiefergehendes
Verständnis. Allein das Material und die Autoren rechtfertigen aber
sicherlich eine nähere Beschäftigung mit dem Spiel.
Erneut ist Michael Schacht vertreten und sogar doppelt. König und Kardinal wurde bereits auf der Spiel '99 vorgestellt. Europa ist in neun Regionen unterteilt, die durch Farben gekennzeichnet sind. Je zwei Länder haben die gleiche Farbe, nur Frankreich ist auf sich allein gestellt. Mittels Karten, von denen jeder Spieler drei auf der Hand hat, können Klöster und Gesandte in die Länder plaziert werden. Der Kartenstapel wird zweimal durchgespielt. Nach dem ersten Durchgang werden die Klöster gewertet und für Mehrheiten gibt es Punkte. Der Spieler mit den meisten Klöstern bekommt so viele Punkte, wie es Klöster in dem Land gibt, jeder weitere Spieler erhält dann so viele Punkte wie der vor ihm liegende Spieler.0Ein Bespiel: A hat 3 Klöster, B hat 2 und C hat 1 Kloster. Dann bekommt A 6 Punkte, B bekommt 3 und C bekommt 2 Punkte. Gleichzeitig bestimmen die Klöster die Anzahl von Gesandten in dem Land. Auch hier wird nach Mehrheiten gewertet. Zusätzlich dienen die Gesandten der gutnachbarlichen Beziehungen. Deshalb gibt es Sonderpunkte, wenn ein Spieler in benachbarten Regionen Gesandte hat. Zu guter letzt gibt es noch Punkte, wenn eine Kette von Klöstern besonders lang ist.
Der andere Michael Schacht ist Papperlapapp, ein Wortspiel in der Just-Fun-Reihe. Auf Karten sind jeweils Wörter aufgedruckt. Davon liegen 16 Karten offen aus. Der Spieler zieht nun eine weitere Karte und versucht damit ein Doppelwort wie Straßen-Ecke zu bilden. Damit nun auch der deutschen Sprache genüge getan werden kann, darf ein Buchstabe hinzugefügt oder weggelassen werden, also darf auch aus Schwein und Ohr das Schweinsohr gebildet werden. Am Ende, wenn die Karten abnehmen, kommt es zu kurioseren Wortbildungen über die dann abgestimmt muss.
Die Kartenspiel-Reihe wird um Vampir von Reiner Knizia erweitert.
Es ist die Neuheit mit der beeindruckensten Grafik.
An
sechs Orten versammeln sich Vampire, die meisten einen, seltener zwei Punkte
wert sind. In seinem Spielzug muss der Spieler entweder Vampire auslegen
oder eine Vampirjagd veranstalten, letzteres entscheidet über den Sieg.
Um eine Jagd zu veranstalten muss der Spieler aus der Auslage und den Handkarten
mindestens drei Vampir desselben Ortes aufweisen. Diese legt er vor sich
hin. Eine solche Jagdbeute kann nicht mehr ergänzt werden, sondern
höchstens durch eine neue Beute des gleichen Ortes ersetzt werden. Dies
ist von besonderer Bedeutung, scheidet bei der Endabrechnung das schlechteste
Ergebnis eines jeden Ortes aus. Gewonnen hat hier, wer die meisten
Bisse...äh Vampirpunkte hat.