Die Traumfabrik

TraumfabrikWir befinden uns in Hollywood zu seiner Glanzzeit. Filme wie Casablanca und Vom Winde verweht werden gedreht. Jeder Spieler erhält drei Drehbücher für erfolgreiche Filme, je eines in den Kategorien Abenteuer, Unterhaltung und Drama. Um einen Film fertig zu stellen, benötigt man verschiedene "Zutaten". Jeder Film benötigt einen Regisseur ansonsten hängt es vom Film ab, was benötigt wird. King Kong lebt viel von Spezialeffekten, während Der unsichtbare Dritte von der schauspielerischen Leistung profitiert. Daneben wird Kameraführung und Musik benotet und zusätzlich kann ein Film einen Stargast aufweisen, aber es geht auch ohne. Um an die diversen Teile zu gelangen, die für einen Film benötigt werden, suchen wir verschiedene Gebäude und Parties in Hollywood auf, die auf einem Spielplan abgebildet sind. Zunächst stellt sich ein Starregisseur, z. B. Alfred Hitchcock zur Verfügung. In den fünf anderen Gebäuden werden zufällig zwei oder drei Zubehöre verteilt. Zu Beginn bekommt jeder Spieler 12 Verträge. Mit ihnen bieten die Spieler um den Inhalt eines Gebäudes, d. h. der am meisten Bietende bekommt sämtliches Zubehör, das er auf seinen Drehbücher ablegen darf. Unerwünschte oder nicht benötigte Teile werden einfach aus dem Spiel genommen. Die Verträge, mit denen bezahlt wurde, werden dann sofort an die Mitspieler verteilt. Auf den Parties geht es anders zu: hier liegt, zunächst verdeckt, für jeden Spieler ein Utensil. Erst wenn die Partys beginnt, werden sie aufgedeckt. Der Spieler, der bisher die meisten Schauspieler unter Vertrag hat, darf sich sein Utensil zuerst aussuchen, die anderen folgen ebenfalls nach der Zahl der unter Vertrag stehenden Schauspieler. Für einen fertigen Film gibt es eine Bewertung: man zählt alle Sterne, die nun auf dem Drehbuch sind, denn jedes Zubehör wird mit einem bis vier Sterne bewertet. Nun werden aber nicht nur die Filme bemessen, sondern auch mit Preisen ausgezeichnet. Jeweils der erste Film in jeder Kategorie wird mit einem kleinen Oskar ausgezeichnet. Ebenso der beste Film nach jeder der ersten drei Durchgänge. Nach dem vierten Durchgang werden dann die großen Oscars verteilt, einen je Kategorie, für die beste Regie und entgegen der Realität für den schlechtesten Film. Hier kommt dann auch ein kleiner Gag in dem Spiel zu seiner Wirkung: als Stargast gibt es auch Reiner Knizia, den Autor der Traumfabrik. Nun ist er ein erfolgreicher Spieleautor, aber sicherlich kein erfolgreicher Schauspieler. Folgerichtig bringt er seinem Film einen Minuspunkt. Am Ende des Spiels gewinnt der Spieler, der mit seinen Filmen und seinen Auszeichnungen die meisten Punkte erzielt hat.

Der Eindruck nach einem Spiel ist positiv. Die Regeln sind schnell verstanden, der Ablauf flott. Jede einzelne Versteigerung geht schnell über die Bühne, was an einer engen Preisspanne und der konstanten Geldmenge liegt. Nur sollte man kein verbissener Filmfan sein, denn Marilyn Monroe führt als Stargast auch Casablanca zum Erfolg.