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Hans im Glück (Vertrieb Schmidtspiele)

Hans im Glück präsentierte ein Spiel mit sehr viel Aktionsmöglichkeiten


Mini Carcassone Brügge (Stefan Feld, 2-4 Spieler, ab 12 Jahre)

In der Stadt Brügge gibt es viele Bewohner und durch ihre Handlungen nehmen wir Einfluss auf das Geschehen. Unser Startkapital besteht auf fünf Gulden und fünf Handlangern, letztere in fünf verschiedenen Farben.

Zu Beginn jeder Runde füllen die Spieler ihre Kartenhand auf fünf Karten auf. An den Rückseiten erkennen sie die Farbe einer Karte, wobei die Farben der Karten zu denen der Handlanger korrespondieren. In einem nächsten Schritt werden die Bedrohungen für die Stadt ermittelt. Dazu werden fünf Würfel, wieder in den fünf Farben, geworfen. Für jede gewürfelte 5 oder 6 bekommt jeder Spieler eine Bedrohungsmarke. Ist es die dritte in einer Farbe, trifft ihn das Unheil , das zu der farblichen Bedrohung gehört, zum Beispiel verliert er alle Handlanger, alles Geld oder drei Siegpunkte.

Anschließend können sich die Spieler Prestige kaufen. Dies ist in Gulden zu Bezahlen. Der Betrag entspricht der Summe aller eben geworfenen Würfel, die eine 1 oder 2 zeigen. Dann kommt die Phase, in der Spieler ihren Einfluss geltend machen. Jede Karte erlaubt einige Grundaktionen. So kann eine Karte in zwei Handlanger ihrer Farbe getauscht werden oder in Gulden, deren Anzahl sich durch den gleichfarbigen Würfel bestimmt. Auch kann eine Karte einen gleichfarbigen Bedrohungsmarker zurück in den Vorrat schicken. Neben diesen einfachen Dingen kann eine Karte auch dazu verwendet werden, Brügge auszubauen und zwar entweder den Kanal um Brügge oder ein Haus zu errichten. Wer den Kanal ausbaut bekommt dafür bei Spielende je nach Ausbaustand Siegpunkte. Wer ein Haus baut, bekommt dafür ebenfalls einen Siegpunkt, doch viel wichtiger ist es, damit einem Bürger eine Wohnmöglichkeit geschaffen zu haben.

Mini CarcassoneDamit kommen wir zur letzten Aktion, den Bürger anzustellen. Wer dies tut, muss ihn einmalig mit Gulden bezahlen und genießt nun einen individuellen Vorteil. Dieser kann wiederum sofort eintreten, bei einer Aktivierung, die einen Handlanger erfordert, oder sie gilt einfach immer. Die Bewohner gehören einer Gruppe an. So erlauben Adlige mehr Aktionen oder bringen Siegpunkte und Schutzleute helfen bei Bedrohungen. Mit Unterweltlern kann man Einfluss auf die Mitspieler nehmen, denn diese schädigen diese, manchmal dazu zum eigenen Vorteil. Zum Abschluss einer Runde wird geschaut, ob ein Spieler eindeutig die Mehrheit in Kanälen, Bürgern oder Prestige besitzt. In diesem Fall aktiviert er das entsprechende Plättchen und erhält am Ende des Spiels vier Siegpunkte.

Das Spiel endet, wenn die Karten aufgebraucht sind. Wer dann nach der Schlusswertung die meisten Siegpunkte hat, ist Sieger.

Fazit: Brügge ist ein Taktikspiel mittlerer Komplexität. Durch die Bedrohungen und die Mehrheitenbestimmungen am Ende jeder Runde sind die Spieler immer unter Druck. Durch die Unterweltler kann man die Mitspieler kräftig stören. Wegen dieser Karten lässt sich keine langfristige Strategie entwickeln, sondern muss kurzfristig auf die Gegebenheiten reagieren. (wd)