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Fazit der Messe

Spiel Essen 2012

Selten ist das Fazit einer Messe so einfach wie dieses Jahr, denn selten gab es so viele Spiele in guter und sehr guter Qualität. Dies betrifft sowohl den Spielablauf als auch die Ausstattung. Diese vielen guten Spiele erhalten auch gleichmäßig die ihnen zustehende Aufmerksamkeit, denn es gibt kein alles überragendes Topspiel. So muss die Zeit nach der Messe zeigen, was die wirklichen Topspiele sind und welche Spiele trotz guter Qualität nur Mittelmaß in diesem Jahrgang sind. Die Konkurrenz war noch nie so groß. Die Spiel in Essen wird oft als die Messe für Vielspieler bezeichnet, die vor allem komplexe Strategiespiel lieben. Thematisch wurde diese Zielgruppe stark mit Spielen zum Thema Städtebau versorgt. Auffällig ist hier besonders der inzwischen häufige Einsatz von Zufallselementen. Karten waren schon immer gängig, aber auch Würfel finden sich jetzt vermehrt in solchen Spielen.

Würfel setzen ohnehin ihren Siegeszug weiter fort. Mal sind sie Beiwerk, mal sind sie die treibende Kraft, mal fordern sie die Flexibilität der Strategen, mal unterhalten sie Gelegenheitsspieler mit lockerem Würfeln. Dazu finden wir Würfel auch mit einer anderen Seitenzahl als sechs, mag es den Mathematiker auch stören.

Ein ganz starker Trend sind die kooperativen Spiele. Dieses Jahr erschien eine zweitstellige Zahl hochwertiger Spiele dieses Genres. Manche davon enthalten die Komponente eines Verräters, so dass die Spiele dann nicht ganz kooperativ sind. Semi-kooperative ist der Begriff, der sich geprägt hat. Diese Spiele haben das Spielgefühl kooperativer Spiele, jedoch addieren sie Misstrauen gegenüber den Mitspielern zu dem gemeinsamen Erlebnis.

Auf dieser Messe wurde sich aber auch intensiv um Gelegenheitsspieler gekümmert, die sich als Freundesgruppe, als Familie, als Paar oder auch nur für Kinder mit dem Spiel einer angenehmen Freizeitbeschäftigung widmen wollen. Es gibt viele Spiele mit einfachen Regeln, mit griffigem Material für ein tolles haptisches Gefühl und vor allem mit viel Spielspaß. Dabei reicht die Bandbreite vom abstrakten Spiel bis zu thematischen Spielwelten.

Zum Schluss verweisen wir immer auf wenige Spiele, die und besonders aufgefallen sind. Dieses Mal sind es zwei Spiele in deren Spielgenuss wir noch nicht gekommen sind und die wir daher im Spielbericht nicht vorstellen. Für Vielspieler ist dies Myrmes von Ystari: Hier leben wir als Ameise und möchten unseren Staat vergrößern. Das Spiel war so beliebt, dass es bereits am Samstagmittag "ausverkauft" hieß. Im Bereich der Familienspiele freuen wir uns auf Wettstreit im Hexenwald. Ravensburger bindet hier den Tiptoi in ein Familienspiel ein, das uns in eine fantastische Spielwelt versetzt. Aus unserer Sicht ein Produkt, das die logische Konsequenz aus dem Erfolg der elektronische Spiele dieses Verlags ist. Wir jedenfalls freuen uns schon auf die kommende Spielzeit, in der wir uns mit vielen dieser tollen Spiele näher beschäftigen werden. (redaktion)