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Spielwarenmesse 2011

Spiele 2011

Wenn wir von der Spielwarenmesse nach Hause fahren haben wir meist ein gemischtes Gefühl, einiges gefällt und bei anderen Verlagen sind wir nicht so positiv gestimmt. Dieses Mal war das anders, denn wir verließen die Hallen in Nürnberg mit einem überaus positiven Gefühl, sahen wir doch fast durchweg gute Spiele.

Natürlich ist ein erster Eindruck stark von der Optik geprägt. Hier schon konnten die Spiele überzeugen. Die Gestaltung war immer ansprechend und dazu noch abwechslungsreich. Auch das Material überzeugte meistens: Dicke Pappe, Holzfíguren, wohlüberlegte Farbzusammenstellungen. Und wenn dann die Erklärungen kamen, waren die Spiele zumindest interessant, oftmals wenngleich bei der Anzahl neuer Spiele mit Einschränkung - waren die Mechanismen originell oder zumindest klar und deutlich neu abgemischt.

Dabei sind deutliche Trends zu erkennen. Vieles läuft auf ein Miteinander heraus. Das gemeinsame Erleben während des Spiels wird großgeschrieben. Es gibt reichlich kommunikative Spiele mit deutlich unterschiedlicher Ausrichtung, einzig die vielen Tierquiz waren da eine Ausnahme. Es gibt Rätsel und Bauten, Geschicklichkeit- und Partnerspiele, nicht zu vergessen die kooperativen Spiele. Doch auch die anderen Spiele sind freundlich geworden. Der Wettbewerb geht auf Schnelligkeit, sei es gegen die Uhr oder gegen die lieben Mitspieler um begehrtes Material. Spiele, in denen die Mitspieler gestört, ja deren Aufbau sogar zerstört wird, waren kaum mehr vorhanden. So wird das Gesellschaftspiel zu einer Oase der Erholung und zu einer Freizeitgestaltung, die für alle ein positives Gefühl hinterlässt.

Ansonsten gab es Trends zu Monstern und Affen und zu Tieren allgemein. Nicht mehr gescheut werden Spiele, bei denen ein Wettlauf gegen die Uhr besteht und bei denen die ganze Konzentration auf das Spiel ausgerichtet sein sollte. Doch ein anderer Trend ist viel wichtiger: Es werden wieder reichlich größere Spiele aufgelegt. Das zeugt von Zuversicht in der Branche, auch höherpreisige Spiele wieder vermehrt verkaufen zu können.

Zuletzt verweisen wir wieder auf ein paar Spiele, die uns besonders auffielen und die für uns stellvertretend die Trends präsentieren. Zum eine wäre da die Eselbrücke (Schmidt), beidem man kurze Geschichten als Eselsbrücke erzählen muss- ein Paradebeispiel für ein unterhaltsames kommunikatives Spiel. Zum anderen sind da Paris Connection (Queen Games) und Uluru - Tumult am Ayers Rock (Kosmos), die beides Spiele sind, die das Spiel auf den Kernmechanismus reduzieren und so einfach und faszinierend sind.

Viel Spaß beim Lesen wünschen

Brigitte und Wolfgang