Prinzessin Pimpernell setzt ein klassisches Thema um: eine entführte Prinzessin wird von Rittern befreit. Die Übertäter sind dieses Mal fünf Drachen. Der Held wird einer von bis zu 12 Rittern sein, jeder Spieler führt drei davon. Die Ritter gibt es in drei Größen für jeden Spieler und zu Beginn sitzen sie alle brav an der Tafelrunde.
Um die Prinzessin zu befreien muss ein Ritter in das Drachenschloss
gelangen und dort den Kampf gegen einen Drachen gewinnen. Die Ritter werden
mit Würfeln vorwärts bewegt, die wie die Ritter unterschiedliche
Größe aufweisen. Ein Ritter kann dabei vorwärts oder
rückwärts gezogen werden. Es gibt drei Arten von Feldern, auf denen
ein Ritter zum Stehen kommen kann. Auf den Wiesenfeldern kann es zu einem
Kampf mit einem anderen Ritter kommen: steht dort ein Ritter derselben
Größe, wird der fremde Ritter zurück an die Tafelrunde geschickt
(größere Ritter traut man sich nicht und kleinere ist unfair).
Auf den Würfelfeldern wird für den Ritter noch einmal gewürfelt
und er führt gleich noch einmal einen Zug aus. Am wichtigsten sind aber
die Waffenfelder. Es gibt fünf Waffenteile: Schwert, Lanze, Helm, Schild
und Rüstung. Der Spieler, der den Ritter führt, benennt ein Teil
und das Plättchen wird aufgedeckt. Stimmt die Aussage nimmt der Spieler
es an sich oder wenn er es bereits besitzt, muss er es an einen anderen Spieler
verschenken. Hat er aber eine falsche Aussage gemacht, so wird der Ritter
zurück an die Tafelrunde geschickt. Damit das nun nicht zum
Glücksspiel wird, kann jeder Spieler anstatt zu würfeln und Ritter
zu bewegen, auch ein Plättchen anschauen. Schließlich wird ein
Ritter das Schloss erreichen. Nun wird der oberste Drache umgedreht. Auf
seiner Rückseite ist ebenfalls eines der fünf Waffenteile zu sehen.
Besitzt der Spieler dieses, gewinnt er sofort. Hat er es nicht, fliegt der
Drache davon und der Ritter kommt zurück an die Tafelrunde. Sollten
einmal alle fünf Drachen davonfliegen, so verlieren alle Spieler gemeinsam.
Prinzessin Pimpernell läuft sehr unterschiedlich ab. Werden
die Ritter oft zurück an die Tafelrunde geschickt, dauert das Spiel
lange und wird langweilig. Geht es schnell vorwärts, so kommt Spannung
auf. Da Waffen verschenkt werden müssen, haben auch Spieler noch Chancen,
die schlecht starten, befriedigen kann dies aber nicht. Alles in allem ist
Prinzessin Pimpernell ein funktionierendes Durchschnittsspiel, dass etwas
das Gedächtnis fordert, bei dem aber das Würfelglück viel
wichtiger ist. Die thematische Einbettung ist gut gelungen, nur wurde die
Prinzessin so hässlich gezeichnet, dass sich mancher Ritter fragt, warum
man sie retten soll. Eben auch hier gilt, etwas gut, etwas schlecht, insgesamt
eben alles Durchschnitt. (wd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Illustration |
| Heinz Meister | Goldsieber | 2- 4 | ab 6 Jahre | ca. 30 Minuten | Gabriela Silveira |