Höchst verdächtig!

Höchst auffallend ist der Spielplan von Höchst verdächtig. Statt, wie jeder normale Plan, glatt auf dem Tisch zu liegen besitzt er wie manche Tortenplatte einen Fuß. Zum anderen ist er dreidimensional aufgebaut und zeigt einen Stadtpark, der in zwei Höhen aufgeteilt ist. Blumenbeete, Bänke oder Statuen sind leicht höher als Wege, Wiesen und der Parkrand.
Auf die flacheren Stellen kommen nun die Detektive (bunte Figuren) und der Gauner(schwarze Spielfigur). Diese Figuren sind aus Holz, und besitzen unten einen Metallring, der sie etwas standfester und schwerer macht. Drückt man nun auf einen der markierten Punkte an den Seiten des Spielfeldes, so neigt sich dieses, alle Spielfiguren rutschen geradlinig bis zum nächsten Hindernis und bleiben auf dem Feld stehen. Dieser Mechanismus macht den Pfiff des Spieles aus.

Zu Beginn des Spieles starten alle Detektive am Rand und der Gauner in der Mitte des Spielplans des Spielplans. Man würfelt mit einem So sieht Kalle Killer ausWürfel, der ein bis drei Würfelpunkte zeigt. Nun darf man so oft auf die Druckmarkierungen am Rande des Plans drücken. Stehen nach dem Rutschen ein Detektiv und der Gauner direkt (nicht diagonal) nebeneinander, so darf sich der Spieler des entsprechenden Detektivs eine (verdeckte) Verdächtigenkarte ziehen und die Figur wird dann auf dem Spielfeld versetzt. War es der aktive Spieler, ist sein Zug zu Ende. Ansonsten darf er, falls die Würfelzahl noch nicht aufgebraucht war, weiter drücken.

Das Spiel ist zu Ende, wenn ein Spieler vier Ganoven gefasst hat. Nun werden die Verdächtigenkarten aufgedeckt. Sie haben Werte zwischen 0 und 3. Gewonnen hat nun, wer die Gauner mit der höchsten Summe gefangen hat. Leider interessierten sich die Kinder schon beim ersten Spiel nur für Erkan Nüksdafür ist hundertprozentig unschuldigdie erzielte Punktzahl und beachteten die pfiffigen Benennungen der einzelnen Gauner überhaupt nicht.

Die Spielregel ist sehr gut aufgebaut, und die Kinder haben das Spiel sofort einschließlich aller Ausnahmen verstanden. So konnte schon ein sechsjähriger die Regel vollständig und korrekt wiedergeben. Auch Überlegungen, wie man einen Gauner fassen kann, machten den Kindern dieser Altersstufe keine Probleme. Die Herausforderung und der neue Mechanismus lockten die Kinder immer wieder zum Spielen. Leider ist die Zielgruppe für dieses Spiel recht begrenzt. Den Kleineren fehlt oft die Feinmotorik, um den Plan ruhig nach unten zu drücken. Deutlich älteren Kindern bot es weniger Anreiz zu spielen. Doch für die Gruppe der sechs bis achtjährigen liegt hier ein sehr schönes Spiel vor, das in dieser Altersgruppe wohl immer wieder gern gespielt wird. (bd)

 

Steckbrief
Höchst verdächtig!

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Manfred Ludwig Haba 2 - 4 ab 6 Jahre ca. 15 Minuten Martina Leykamm