Tielschriftzug

Schon die Aufmachung der Schachtel lockt die Kinder, mit dem Spiel anzufangen, denn sie zeigt die wichtigsten Bestandteile des Spieles. Ein Trolling sitzt vor der Schatzkammer und bewundert die dort lagernden Kristalle, während ein anderer strahlend herangestürmt kommt.

Eine trollige Runde am SpielenachmittagDer Aufbau des Spieles ist etwas aufwändiger, als man bei Spielen ab sechs Jahren gewöhnt ist. 19 Drehscheiben, darunter auch Zahnräder, müssen in den großen runden Plan eingepasst werden. Hierbei ist Sorgfalt angesagt, damit die Drehung eines Zahnrades auch wie gewünscht auf die anderen wirkt. Der Spielplan bietet aber reichlich grafische Hilfen, dass der Aufbau kei nProblem darstellt. Dann bekommt jeder Spieler eine Spielfigur, für jeden Mitspieler kommt ein Kristall auf die große Scheibe in der Mitte des Spielplans und ein Schlüssel seiner Farbe wird bereitgelegt. Dann kann losgehen.

Ziel des Spieles ist es, als erster einen Kristall in die eigene Höhle zu bringen. Diesen erhält man in der Mitte des Spielplanes, doch um an den Kristalle zu kommen, muss man zuvor seinen Schlüssel, der auf der gegenüberliegenden Seite des Feldes, abholen. Der Weg dorthin ist nicht ganz einfach, da er sich durch drehen der Drehscheiben immer wieder verändert.

Man würfelt mit zwei Würfeln, einem normalen W6 und einem Symbolwürfel. Dieser zeigt Wiesen, Wälder und Kristalle. Man darf um die Anzahl der gewürfelten Punkte auf den sich wandelnden Wegen weiterlaufen, und vor oder nach dem Laufen eine der Scheiben um 90 Grad drehen. Dies verändert die Wege. Alte verbindungen verschwinden, und neue tun sich auf. Dabei sind die Kristalle Joker, die sowohl für das Gebirge in der Mitte als auch für Wälder und Wiesenwege eingesetzt werden dürfen. So würfelt man sich über den Spielplan, baut sich die Weg , oder zerstört die Pläne der anderen.

Die Mitte ist erreichtIn der Mitte im Gebirge, in dem die Drehscheiben mit Zahnrädern verbundenen sind, ist einiges an räumlichem Vorstellungsvermögen verlangt. Passt man nicht auf, so kann man sich seinen Weg schlimm verbauen. Der Kristall, der die einzige Möglichkeit bietet, an den Zahnrädern zu drehen, ist nur zweimal auf dem Würfel. Während Wald oder Wiese, die ja auch mit einem Kristall bewegt werden dürfen, zu 2/3 erwürfelt werden können.
Die Spielregel ist klar strukturiert, und die Abbildungen halfen beim ersten Spielaufbau. Einige de Mitspieler konnten schon nach dem ersten Spiel die Regeln anderen Kindern fehlerfrei erklären und das Spiel korrekt aufbauen. Doch diese Kinder mindestens acht Jahre alt. Die siebenjährigen hatten Probleme mit der ¼ Drehung. Ebenso waren sie selten in der Lage, einen Weg längerfristig zu planen. Die Achtjährigen hingegen hatten keine Probleme. Sie schlossen sich sogar gegen den jeweils Führenden zusammen, um ihn den Weg zu versperren, und feuerten sich gegenseitig an, die benötigte Geländeform zu würfeln.

Durch dieses Spielverhalten dauerte dann ein Spiel oft mehr als eine Stunde. Das längste Spiel, dass ich beobacht habe, dauerte fast 90 Minuten, da sehr destruktiv gespielt wurde, und der Zielpunkt exakt getroffen werden muss. Mit dem Kristall auf dem Heimweg Meine Testgruppe spielt das Spiel jetzt so, dass man bei seinem letzten Zug Punkte verfallen lassen darf. Dies kann die Spieldauer verkürzen, und hinterlässt ein deutlich besseres Gefühl. Es kam auch einmal vor, dass ein Spieler seinen Kristall abholte, bevor die anderen den Schlüssel erreicht hatten. Durch das Spiel der Mitspieler, die ihn stoppten wo sie nur konnten und Würfelpech, wurde er nur dritter, da er den Endpunkt einfach nicht traf. Dies war aber sicherlich ein Einzelfall.

Trick Track Troll ist denjenigen zu empfehlen, die Würfelwettläufe mögen, ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen haben und vor einer etwas längeren Spieldauer nicht zurückschrecken.
Es ist nicht das reine Kinderspiel, als das es in vielen Läden auf Grund der Altersangabe und des Verlages eingeordnet ist, sondern eher ein Familienspiel ab 8 Jahre. (bd)

Steckbrief
Trick Track Troll

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration/Grafik
Angelika Fassauer
Peter Haluszka
Klee 2 - 6 ab 6 Jahre ca 20 - 40 Minuten Gabriela Hueck-Silveira /
Bluguy