Vor langer Zeit wurde eine Prinzessin sehr krank. Eine Fee versprach, sie zu heilen, wenn man ihr sieben Gegenstände aus dem Märchenwald in ihr Schloss bringe. Welche Gegenstände das sein sollen, zeigt ein Zauberspiegel. Der Wald ist sehr gefährlich, da dort böse Hexen und diebische Raben ihr Unwesen treiben. Da sich sieben Zwerge aufgemacht haben, um die Prinzessin zu retten, sie aber dann in ihr Dorf mitnehmen wollen, wendet sich der König an uns, damit wir die Gegenstände schneller als die Zwerge finden, und sie in das Schloss der Fee bringen.
Es gibt vier Zauberspiegelkarten. Diese zeigen vier verschiedene
Märchengegenstände. Eine dieser Karten wird gezogen, die anderen
werden beiseite gelegt. Den Gegenstand, den diese Karte zeigt, muss man als
erstes im Wald finden.
49 Waldkarten werden in einem 7x7 Viereck verdeckt auf den Tisch gelegt. 10 Bäume kommen offen daneben. Die Waldkarten zeigen entweder ein Schloss (1 mal), eine Hexe (3 mal) , einen Raben (2 mal), einen Zwerg (7 mal) oder einen Märchengegenstand (12 verschiedene). Jede Waldkarte, die einen Märchengegenstand enthält, zeigt auch einen Zauberspiegel, der zeigt, was man als nächstes suchen muss.
Da man zusammen gegen die Zwerge spielt, darf man sich beraten,
wo der gesuchte Gegenstand sein könnte. Man deckt nun eine Waldkarte
auf. Zeigt sie den gesuchten Zaubergegenstand, legt man sie neben den Wald,
schaut auf den Zauberspiegel, welcher Gegenstand nun gesucht wird, legt eine
Baumkarte verdeckt an den Platz des Märchengegenstandes und deckt wieder
eine Karte auf. Zeigt die Karte einen falschen Gegenstand, wird sie einfach
wieder umgedreht, und der nächste ist dran.
Unangenehm wird es wenn man eine der anderen Karten erwischt. wer eine Hexe
erwischt, muss zwei verdeckte Karten vertauschen, und legt die Hexe an ihren
Platz zurück. Hat man noch keine zwei Gegenstände gefunden, wenn
man einen Raben aufdeckt, so kommt die Karte wieder verdeckt an ihren Platz
zurück. Hat man mehr als einen Märchengegenstand, so stiehlt der
Rabe den ersten gefundenen, und fliegt mit ihm weg. Der Rabe wird dann durch
eine
Baumkarte
ersetzt. Findet man das Schloss, bevor man alle sieben Gegenstände gefunden
hat, wird es wieder umgedreht. Deckt man eine Baumkarte auf, muss man eine
Runde aussetzen, und darf die anderen nicht mehr beraten. Zwerge werden neben
die Märchengegenstände gelegt. Hat man alle Zwerge aufgedeckt,
bevor man die sieben Zaubergegenstände gefunden hat, haben die Zwerge
gewonnen.
Durch die einführende Geschichte, die man kleineren Kindern unbedingt vorlesen sollte, wird die Regel leicht verständlich eingeführt. Die Sonderkarten kann man beim ersten Auftauchen erklären. Sie werden dann auch schnell begriffen. Die Kinder sehen das Spiel fast als Rollenspiel. Wird ein Zwerg hauen sie schon mal auf die Karte oder sie beschimpfen einen stehlenden Raben. Was ihnen fehlt, ist ein Bild der Prinzessin, die sie retten sollen. Auch werden die Zwerge immer wieder gezählt, um zu wissen, wie viel Zeit man noch hat, bevor die Zwerge gewonnen haben.
Während
Erwachsene sich über die dunklen Karten beschweren, stören diese
die Kinder nicht. In einem unheimlichen Wald ist es nun mal sehr dunkel.
Nur die Rabenkarten sind nicht leicht von den Baumkarten zu unterscheiden.
Die kleineren Mitspieler hatten auch hin und wieder Probleme, die rutschenden Karten bei einer Hexe zu vertauschen, ohne die Reihen durcheinander zu bringen. Leicht verwirrend war, dass auf einer Karte immer zwei Gegenstände zu sehen waren. Leicht wurde gejubelt, wenn der Gegenstand im Zauberspiegel, und nicht direkt auf der Karte zu sehen war.
Trotz der kleinen Schwächen, hat das Spiel sowohl die Kinder als auch
die Erwachsenen begeistert. (bd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Illustration |
| Markus Nikisch | Adlung | 1 - 8 | ab 5 Jahre | 20 - 30 Minuten | Franz Vohwinkel |