Schriftzug

Ein unscheinbarer brauner Karton, darauf steht "Das Baumspiel" und "Arbos", ein Bild von einem Baum mit grünen Blättern ist darauf noch zu sehen. In der Schachtel sind dann die Teile zu finden, die diesem Baum bilden - bilden könnten. Eine Baumwurzel, ein Stamm, 16 Äste und 25 Blätter. Dazu kommt noch ein Kartenstapel - dazu später mehr.

der Baum wächst und wächst ... und manchmal verliert er seine BlätterDer Stamm wird durch die Wurzel geschoben. Jeder Spieler erhält gleich viele Äste und Blätter. Der Stamm enthält einige Löcher, in die man die Äste und Blätter stecken kann. Wer an der Reihe ist, entscheidet sich für Ast oder Blatt und für ein Loch, in das er sein Teil stecken möchte. Gelingt es, ist alles ok; fallen aber Baumteile herab, muss der Spieler sie zu seinem Vorrat nehmen. Gewonnen hat, wer als erstes alle Teile verbaut hat.

Das besondere bei diesem Geschicklichkeitsspiel ist der Baum und seine Konstruktion: zum einen kann der Stamm durch die Wurzel hindurch geschoben werden. Da der Stamm unten leicht rund geformt ist, "eiert" der Baum dann hin und her und je mehr der Stamm aus der Wurzel herausschaut, desto schwieriger wird das Spiel. Zum anderen sind die Löcher alles andere als tief und eng. Die hineingesteckten Äste und Blätter sind ziemlich wackelig und je mehr Teile am Karte "3 Blätter setzen"Baum sind, je höher auch der Baum wächst, je eher fällt ein Teil herab.

Ein Kartenstapel dient als Erweiterung. Nun gibt es Anweisungen, was zu tun ist. Oft werden Teile in den Baum gesteckt, aber auch Teile wieder vom Baum in den Vorrat gelegt, Teile umgesteckt oder gar Ast- oder Blattvorrat mit einem Nachbarn getauscht.

Arbos ist ein schönes Geschicklichkeitsspiel. Die Teile sind aus hochwertigem Material und funktionell. Und hier fallen auch älteren Mitspielern einmal die Teile vom Baum. Besonders hervorzuheben ist es, dass man den Schwierigkeitsgrad selbst bestimmen kann. So kann das Spiel den Fähigkeiten der Spieler angepasst  werden.

Karte "wer - was - wohin"Mit den Karten wird das Spiel unberechenbarer. Statt einem reinen Geschicklichkeitsspiel haben wir nun ein reines Fun-Game vorliegen, das ein wenig auch Geschicklichkeit erfordert. Natürlich braucht man nun Kartenglück, aber so hat man auch mit vielen Teilen noch eine Chance und für Kinder ist es viel spaßiger mit den Karten - und der Spielspaß sollte gerade bei Kinderspielen im Vordergrund stehen. Erwachsene können sich ja an einem hohen Schwierigkeitsgrad und ohne Karten an Arbos versuchen.

Man kann nur hoffen, dass sich Arbos trotz der unscheinbaren Verpackung als Geschicklichkeitsspiel durchsetzt. Nur wenige Spiele dieses Typs ermöglichen eine solche Anzahl von Varianten und haben dazu noch ein eindeutiges Kriterium, wann ein Teil zurückzunehmen ist. (wd)

Steckbrief
Arbos

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Armin Müller
Martin Arnold
M + A Spiele 1- 8 ab 6 Jahre ca. 10 Minuten keine Angabe