Titel

Die Trucks Wiederveröffentlichungen von Wolfgang Kramers Spielen fanden sich in letzter Zeit häufiger auf Neuerscheinungslisten. So wundert es vermutlich niemanden, dass jetzt auch eine Neuauflage seines Auf Achse erschien, dass vor 20 Jahren den Preis Spiel des Jahres errang.
Als ich meinem neunjährigen Sohn die Rückseite des Spielplans, auf der die beiden Brummis von der Schachtel zu sehen sind, zeigte, und fragte, was ist das, kam schnell und laut die Antwort "Trucks", in der Regel wird aber noch von Brummis gesprochen. So sieht man den Wandel der Zeit.

Doch nun zum Spiel. Jeder der Spieler ist ein Spediteur, der mit 5000 Euro, drei zufälligen Transportaufträgen und einem LKW, der 6 Ladungen fasst, beginnt.
Die Aufträge zeigen einen Start- und einen Zielort, die Anzahl der Ladungen und welchen erlös er nach Erledigung bringt. Weitere Aufträge können während des Spieles erworben werden. Dies geschieht durch Versteigerungen, bei der reihum bis zu fünf vorgegebene Gebote abgegeben werden können. Man zahlt, und erhält den Auftrag. Diese Aufträge können zwischen zwei und sechs Ladungen umfassen. Will man mehrere auf einer Tour erledigen, kann man Anhänger kaufen, um mehr transportieren zu können. Diese Anhänger kann man, wenn man sie nicht mehr benötigt, für ein Taschengeld zurückgeben.

Spielsituation Die LKWs werden durch Würfelwurf angetrieben. Man würfelt mit zwei Würfeln und darf dann einen auswählen. Bei einer 1 darf man ein Durchfahrt-verboten-Schild, auf ein beliebiges freies Feld setzen. Eine 6 kann man als passend für jede Fahrstrecke von 1 - 6 definieren. Dies ist von Vorteil, denn erreicht man einen Ort mit exakter Punktzahl, darf man einen (von vier ausliegenden) Aufträgen versteigern (der Erlös geht in die Kasse) oder den ersten der Aufträge wegwerfen. Danach wird der nächste dazugelegt. Je nach Spielerzahl werden zwischen 12 und 24 Karten vergeben.
So fährt man kreuz und quer über den Spielplan, versucht seien Routen zu optimieren, lukrative Aufträge, die gut zu den bisherigen passen zu ersteigern, und Aufträge, aus denen die anderen Mitspieler hohe Gewinne erzielen können, verschwinden zu lassen.
Neben den Würfeln kommen als zweiter Zufallsfaktor Ereignisfelder hinzu. Endet man dort mit exaktem Würfelwurf, darf man eine Ereigniskarte ziehen. Diese sind zum größten Teil positiv. Sind alle Aufträge vergeben und hat dann ein Spediteur keinen Auftrag mehr, ist das Spiel beendet. Nun wird nur das Geld gezählt, und der Reichste gewinnt.

Schon vor 20 Jahren wusste dieses Spiel viele zu überzeugen. Nun wurde es runderneuert. Wolfgang Kramer listet auf seiner Website alle Veränderungen zum Originalspiel
auf. Insgesamt machen sie das Spiel etwas flüssiger, kürzer und weniger glücksabhängig. Die Überarbeitung hat sich in meinen Augen wirklich gelohnt.
In der einfachen Version, in der die Aufträge nicht versteigert werden, ist es auch ab 8 Jahren spielbar, aber der Reiz des Spieles geht leider etwas verloren. Wer ein einfaches Familienspiel erwartet, wird, hier gut bedient. (bd)

Steckbrief
Auf Achse

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Wolfgang Kramer Schmidt 2 - 6 ab 8 Jahre 45 - 60 Minuten Harald Lieske