Titel

großer Hund Es sind oft die kleinen Dinge, die einen erfreuen. Filou kommt nun in einer recht kleinen, quadratischen Schachtel daher. An Material finden wir Chips, Karten und einen Holzstein. Die Chips sind Mäuse, das Geld des Spiels, mit dem wir die Katze im Sack ersteigern können. Zu Beginn besitzen wir 15 Mäuse. Der Holzstein hat die Form eines Sacks und kennzeichnet den Startspieler. Als Karten gibt es für jeden Spieler den gleichen Satz von 10 Karten: Zwei hässliche Katzen haben einen negativen Wert, fünf schöne Katze einen positiven. Der Hase ist neutral und die beiden Hunde unterscheiden sich durch ihre Größe und haben keine Werte.

Zu Beginn wird bei jedem Spieler eine Karte zufällig gezogen und aus dem Spiel genommen. Mit den verbliebenen neun Karten bestreiten die Spieler nun neun Runden, jede mit einer Versteigerung. Alle Spieler legen zu Beginn einer Runde eine Karte verdeckt zum „Sack“. Dazu stiftet die Bank ein paar Mäuse für Spieler, die den Sack nicht ersteigern. Vor Beginn wird eine Karte, die des Startspielers, aufgedeckt.
Die Versteigerung läuft nach bekanntem Schema ab. Kommt ein Spieler an die Reihe, kann er entweder das höchste Gebot überbieten oder aussteigen. Wer aussteigt, bekommt dafür Geld von der Bank. Der Betrag ist umso höher, je später ein Spieler aussteigt. Außerdem wird bei jedem Ausstieg eine weitere Karte aufgedeckt, so dass die in der Versteigerung verbliebenen Spieler immer mehr Informationen über den Sack erhalten.
hübsche Katze Sobald alle bis auf einen Spieler ausgestiegen sind, endet die Versteigerung. Der Spieler begleicht sein Gebot, die beiden letzten verbliebenen Karten werden aufgedeckt und der Sack wird kurz ausgewertet: Sind zwei oder mehr Hunde im Sack, werden sie einfach entfernt. Befindet sich genau ein Hund im Sack vertreibt er eine Katze, der kleine Hund die Katze mit dem niedrigsten Wert (also zuerst die negativen) und der große die Katze mit dem höchsten Wert. Alle Katzen, die sich nun noch im Sack befinden, bekommt der Spieler, der die Versteigerung gewonnen hat. Dieser Spieler wird dann auch Startspieler für die nächste Runde.
Nach neun Runden endet das Spiel. Katzen zählen nun die aufgedruckten Werte. Diese liegen zwischen -8 und 15. Zum Wert der Katzen werden die Mäuse addiert und wer dann den höchsten Wert hat, ist der Sieger.

Filou ist ein lupenreines Versteigerungsspiel und dennoch so anders. Im Unterscheid zu den meisten anderen Versteigerungsspielen weiß man hier nicht, was man ersteigert. Erst nach und nach eröffnet sich der Wert, manchmal auch im falschen Moment. Dann springen die Mitspieler ab und man selbst muss teuer einen Sack voller hässlicher Miezekatzen kaufen. Die Schadenfreude macht den einen Teil des Spiels aus, die Spannung auf den Inhalt des Sacks den anderen. Auch ein Fehlkauf ist nicht gravierend, weil es nicht nur "Müllsäcke" gibt, sondern meist ein oder zwei wirklich gute Säcke voller hübscher Kätzchen. Filou ist mit seiner kurzen Spieldauer ein gutes Spiel für Zwischendurch. (wd)

Steckbrief
Filou

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Friedemann Friese 2F 3 - 5 ab 8 Jahre 20 Minuten Maura Kalusky