Was'n das?

 

Was'n das? Diese Frage stellte ich mir spontan, als ich mir das Spielmaterial dieses Spieles anschaute. Fahrkarte, Banane, Goldring, Wäscheklammer und viele andere skurrile Gegenstände laden zu einem schrägen Kommunikationsspiel ein.

Das SpielmaterialVon den 20 Gegenständen werden 10 in den Wertungsring gelegt, die restlichen bilden eine Warteschlange. Jeder Spieler erhält einen Kartensatz von 1 bis 6 in seiner Farbe.

Ein Spielzug besteht aus sechs Phasen.

  1. Zuerst wird eine Begriffskarte, d. h. Titel und sechs Begriffe laut vorgelesen und dann für alle gut sichtbar auf den Tisch gelegt.
  2. Dann wird der Kartensatz des am Zug befindlichen Spielers, Macher genannt, gemischt. Er zieht eine seiner Karten, und schaut sich die Zahl geheim an.
  3. Seine Aufgabe besteht nun darin, den zugelosten Begriff mit einigen der dort ausliegenden Gegenstände darzustellen.
  4. Die Mitspieler müssen dann so schnell wie möglich erraten, was es denn sein soll, aus ihrem Satz die entsprechende Zahlenkarte herauszusuchen und auf das in der Mitte liegende Zielfeld legen.
  5. Haben alle Mitspieler ihren Tipp abgegeben, wird ausgewertet.
    Wer als letzter seine Karte abgelegt hat, bekommt einen Punkt, wenn die Antwort richtig ist, der vorletzte zwei Punkte für eine richtige antwort, egal ob der letzte richtig oder falsch lag, so geht es weiter bis zur fünften Karte. Spielen sieben oder mehr Spieler mit, erhält man ab der sechsten Karte auch nur fünf Punkte. Der Macher erhält so viele Punkte, wie Mitspieler richtig geraten haben, aber auch maximal fünf.
  6. Danach wird aufgeräumt. Alle verwendeten Teile gehen an das Ende der Schlange, und es wird von vorn her wieder auf zehn Gegenstände im Wertungsring aufgefüllt.

Das Spiel endet in Abhängigkeit von der Spielerzahl nach zwei bis fünf Runden.

Hier erst mal ein paar Beispiele die ich erlebt haben:
A Aufgabe A Pizza Hawai
B Aufgabe B
C

Während A und B sehr schnell aufgelost wurden, gab es bei C größere Diskussionen.

Ist es Weichei (das Fell = Weich und Stein = Ei) oder
hartgefroren (Stein = hart und Männchen eingewickelt = frieren).

Dies sind nur drei Beispiele, wie stark Kreativität und gedankliches Transfervermögen gefordert werden. Dies dürfte auch der Begründung für die sehr hohe Altersangabe ab 14 Jahre sein, wo doch die meisten Spiele schon ab 12 Jahren angegeben sind, An Begriffen, die als nicht ganz jugendfrei betrachte werden können, ist mir nur ein Vibrator aufgefallen.

Monatsraten Hier ein Beispiel für eine schwierige Aufgabe:
Da ist schon viel Phantasie gefordert: ist das Holzdreieck ein Welle für Baden im August oder ein Weihnachtsbaum im Dezember. Anfangs denkt man oft, dass kann man nicht darstellen, doch es gibt immer wieder Überraschungen. Der Macher denkt, das ist doch ganz klar und einfach, die Rater sind der gleichen Meinung. Doch kommt es zur Auflösung, gibt es keine Übereinstimmung. Herrlich sind dann die Diskussionen, wie man es hätte besser machen können.

An das Spiel muss man herangehen, ohne unbedingt gewinnen zu wollen. Wichtig ist der Spaß am miteinander reden und sich in den Anderen hinein denken.

Doch während bei anderen Spielen dieser Art Paare oder lang miteinander vertraute Mitspieler besser abschnitten, war das bei meinen Testspielen zu meiner Überraschung nicht der Fall.
Lange Grübelorgien zerstören den Spielspaß.Man muss bereit sein flott drauflos zu bauen und zu raten. Sitzt man in einer solchen Runde, ist das Vergnügen vorprogrammiert. Auch Murphys Law schlägt oft zu, denn der Gegenstand, den man gerade brauchen könnte, liegt natürlich immer in der Warteschlange.

Wie alle kommunikativen Spiele ist auch Was'n das stark von der Spielgruppe abhängig. In der richtigen Gruppenzusammensetzung wird es sich zum Renner entwickeln, der immer wieder sehr gern gespielt wird.(bd)

Steckbrief
Was'n das?

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
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