In unregelmäßigen Abständen halte ich immer mal wieder Ausschau nach Solitärspielen, weil ich daran Spaß habe, solche Knobeleien zu lösen. Dabei suche ich immer wieder nach neuen Grundideen, denn das soundsovielte Standardpuzzle, das sich nur in der Teileanzahl und im Motiv von seinen Vorgängern unterscheidet, ist hier keine nähere Betrachtung wert.

Die Box mit vier Würfeln Anders verhält es sich, wenn das Solitärspiel eine neue Innovation mit sich bringt. Im letzten Jahr war eine solche Innovation der Puzzleball. Dieses Mal ist das Solitärspiel, das mir in die Augen fiel, deutlich kleiner. Es handelt sich um eine Box, in der vier Würfel Platz finden. Im Rahmen der Box befinden sich acht Bildteile, jedes stellt ein Viertel eines der sechs möglichen Motive dar. Je vier weitere Motivviertel befinden sich auf jedem der Würfel. Die beiden anderen Seiten sind dem Spiegel vorenthalten, die dem Spiel den Namen gaben. Dieser Spiegel ist rechteckig und sitzt im 45 Grad Winkel auf der Flächendiagonalen. Je nach Anordnung der Würfel werden die Bildviertel der Box bzw. der anderen Würfel gespiegelt und können nun vom Betrachter mit einem senkrechten Blick auf die mit Würfeln gefüllte Box gesehen werden. Liegen die Würfel richtig, so wird eines der Motive korrekt aus den vier Teilen zusammengespiegelt. Anderenfalls ergeben sich Mischungen aus Bildern, verdrehte Bildviertel oder zwei Spiegel reflektieren sich gegenseitig. Dabei sind die Motivviertel so angebracht, dass das korrekte Bild nur entstehen kann, wenn alle Viertel über Spiegel betrachtet werden.

einer der vier Würfel Der Magic Mirror ist ein kleines Solitärspiel mit wenig Teilen. Der Reiz liegt dabei in den Spiegeln, denn es erfordert eine gewisse Vorstellungskraft davon, wie die Bilder reflektiert werden. Die sechs Motive sind dadurch nicht einfach zu rekonstruieren, aufgrund der begrenzten Möglichkeiten aber sind die Aufgaben lösbar. Inzwischen habe ich jedes Motiv mehrfach gebaut, dennoch erfordert es immer genaues Hinschauen um die Motive korrekt zu gestalten. Somit habe ich noch Freude an "meinem" Magic Mirror, der Fantasymotive zeigt (allerdings nur weibliche Fantasywesen und Monster, keine edlen Ritter für die Damen). Es gibt den Magic Mirror mit diversen Motiven: Für die Kinder mit Spongebob Schwammkopf-Motiven und für Erwachsene neben den erwähnten Fantasybildern unter anderem mit Fahrzeugen. Dabei der Spaß auch wirklich herüber kommt, muss unbedingt die Altersangabe beachtet werden, denn darunter fehlt den Kindern die Vorstellungskraft für dieses Solitärspiel. Darüber ist der Magic Mirror ein netter Spaß mit Spiegeln.

Steckbrief
Magic Mirror

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Ivan Moscovitsch Schmidt 1 ab 9 Jahre keine Angabe keine Angabe