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Das Schattenland Die Geschichte liest sich zu Beginn wie einer von vielen Fantasyromanen: Die Königin von Saga wurde vertrieben und ihre Länder wurden von bösen Rettern besetzt. Nun kommen die "Guten", in diesem Fall die Ritter der Spieler, und müssen die Länder von den dunklen Rittern befreien. Nun gelingt die Befreiung der Länder sehr einfach und einige der dunklen Ritter laufen sogar über Ritter des Schattenlandes und schließen sich den Heeren der Guten an. Daraufhin entbrennt zwischen den verschiedenen guten Heeren ein Kampf, weil jedes Ritterheer möglichst viele Länder kontrollieren will.

Zu Beginn des Spiels wählt sich jeder der Spieler ein Heer bestehend aus 12 Rittern. Ihre Farben korrespondieren zu den sechs umkämpfenden Ländern. Dabei sind die Farben nicht gleichmäßig verteilt: Jedes Ritterheer hat eine Verteilung von 3 - 2 - 1 in jeweils anderen Farben. Auch die Werte - sie reichen von 1 bis 4 - sind nicht gleichmäßig verteilt. Ein neutrales Ritterheer wird zum dunklen Heer, das die besetzten Länder verteidigt. Den Ländern ist jeweils eine der sechs Ritterfarben zugewiesen.
Reihum führen die Spieler einen sehr einfachen Zug aus. Zunächst gibt es Siegpunkte für jedes Land im Besitz des Spielers. Danach wählt der Spieler eine seiner Ritterkarten aus und legt diese vor sich ab. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Goldland Danach wird geschaut, ob das soeben gegründete bzw. erweiterte Heer ein Land erobert kann. Dazu wird die Stärke des Heers (die Summe aller Werte der Ritter) mit der Stärke des verteidigenden Heers verglichen. Ist sie kleiner oder gleich, bleibt das Land im Besitz des Verteidigers. Anderenfalls wechselt der Besitzer des Landes. Wurde das Land von den dunklen Rittern befreit, verdingen diese sich zukünftig als Söldner. Ritter eines Spielers müssen von diesem wieder auf die Hand genommen werden. Außer der oben beschriebenen Aktion darf ein Spieler einmal in seinem Zug einen Söldner anwerben. Dieser kostet so viele Siegpunkte wie der Wert des Ritters beträgt. Das Spiel endet, wenn ein Spieler seinen letzten Ritter auslegt. Nun werden noch einmal Siegpunkte verteilt. Für jeden Ritter, der ein Land verteidigt, gibt es dessen Wert in Siegpunkten; für jeden Ritter auf der Hand hingegen entsprechend viele Minuspunkte. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger. Damit nun die sechs Länder alle gleich sind, haben sie noch besondere Funktionen. Da gibt es mehr Siegpunkte, können Ritter wieder auf die Hand genommen werden oder die Minuspunkte für Ritter auf der Hand entfallen bei Spielende. Da die Länderkarten doppelt bedruckt sind, gibt es für jedes Land zwei Funktionen.

Ritter des Goldlands Saga ist ein strategisches Spiel, bei dem es außer der Ausgangslage für die dunklen Ritter keinen weiteren Glücksfaktor gibt. Während es zunächst sehr einfach ist, Länder zu erobern, gestaltet sich dies im Laufe des Spiels immer schwieriger, denn der Wert des verteidigenden Heeres wird immer größer. Da aber bereits mit der ersten Karte eines Heeres festgelegt wird, welches Land das Heer erobern will, ist hier mit Voraussicht zu planen. Wer zu gierig ist, wird angegriffen und verliert das Spiel, weil er gegen Ende zu viele Ritter auf die Hand nehmen musste; wer zu wenig Siegpunkte während des Spiels macht, der gerät ins Hintertreffen. Dies ist der ewige Widerspruch bei Saga. Dabei gilt es dann auch zu erkennen, wann ein Spieler das Spiel beenden wird. Wenn einem dies nicht genehm ist, muss rechtzeitig ein Heer erstellt werden, das dann ein Land des betreffenden Spielers erobern sollte. Saga ist ein interessantes Spiel für Strategen. Wichtig ist dabei, dass alle Spieler mit dem Eroberungsmechanismus vertraut sind. Wer dann wen angreift, wer welches Land wie nutzt sind Dinge, die es abzuschätzen gilt. Für Spieler, die an solchen Überlegungen Spaß haben, ist Saga reizvoll, auch weil die Regeln und der Ablauf sehr kurz sind. Saga ist mit Abstand das anspruchsvollste Spiel der neuen Kosmos-Reihe.(wd)

Steckbrief
Saga

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration/Grafik
Wolfgang Kramer
Horst-Reiner Rösner
Kosmos 2 - 4 ab 12 Jahre ca. 40 Minuten Bernd Wagenfeld