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Seit einiger Zeit sind japanische Comics bei vielen Jungendliche und auch bei einigen Erwachsenen "in". Die Trickfilmreihen im Fernsehen heißen "Animés" und die Bücher sind "Mangas". Dabei wurden sie ursprünglich für Erwachsene geschrieben. Vielfach wurden sie in der U-Bahn auf dem Weg zur oder von der Arbeit gelesen. Dabei stellten sie wenig Ansprüche an die Leser, denn gerade nach der Arbeit sollten sie ausschließlich entspannen und unterhalten.

AminaDas Spiel Manga Manga ist ein Action- und Reaktionsspiel, dessen Grafik den Titel rechtfertigt. Die 80 Karten zeigen überwiegend Manga-Charaktere, die ein Schwert halten. Es gibt sie in sechs Farben. Auf jedem dieser Karten ist zusätzlich noch ein Schild in einer dieser sechs Farben abgebildet. Der Regenbogendrache fungiert als Joker, seinem Namen entsprechend sind die Schilde immer bunt.
Zu Beginn jeder der neun Runden erhält jeder Spieler sechs Karten. Ziel des Spiels ist es, seine Karten als erster loszuwerden. Dazu wird eine Startkarte aufgedeckt. Das Schild gibt an, welcher Manga-Charakter gelegt werden darf, z. B. die in gelb dargestellte Amina auf ein gelbes Schild. Danach bestimmt das Schild auf der gelegten Karte, mit welcher Farbe es weitergeht. Der Regenbogendrache kann jederzeit gelegt werden. Der Spieler, der ihn legt, bestimmt die Farbe, die als nächstes gespielt werden muss. Sollte einmal kein Spieler eine Karte legen können, wird einfach die oberste Karte des Reststapels aufgedeckt und mit dessen Schild weitergespielt. Außerdem darf ein Spieler, ausgenommen im Spiel zu zweit, nicht mehrere Karten hintereinander legen.
KarnukSobald ein Spieler seine Karten abgelegt hat, endet ein Durchgang. Der Sieger bekommt eine Scheibe des Sieges, die ein oder zwei Schwerter zeigt. Die Verlierer - das sind alle Spieler, die noch am meisten Karten auf der Hand halten - erhalten eine Scheibe des Trostes. Diese kann man in weiteren Runden dazu benutzen, zu Beginn Karten abzulegen oder zu tauschen bzw. kann man die Mitspieler dazu zwingen, ihre Regenbogendrachen abzulegen und dafür neue Karten zu ziehen.
Nachdem neun Durchgänge gespielt sind, hat der Spieler mit den meisten Schwertern auf seinen Scheiben gewonnen.

Regenbogendrache, genannt MeisterManga Manga reiht sich nahtlos in die Spiele "hektischer" Ablegespiele wie z. B. Speed ein. Bei solchen Spielen ist immer wieder festzustellen, dass es schnellere und langsamere Spieler gibt und langsamere Spieler haben fast keine Chance, das Spiel zu gewinnen. Hier werden die Chancen durch die Trostscheiben zwar verbessert, aber auch nur marginal.
Was dieses Spiel von anderen gleichartigen Spielen abhebt ist die Aufmachung. Ganz im Stil der Mangas gehalten - dies gilt auch für die Regel - spricht sie genau die Gruppe der Mangafans an. Bei diesen kam das Spiel auch besonders gut an. Das ist schließlich auch das, was zählt: Die Spieler, für die dieses Spiel gemacht wurde, sind zufrieden, andere Spieler wird es wegen des Themas ohnehin kaumm ansprechen. (wd)
 

Steckbrief
Manga Manga

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Grafik
Peter Neugebauer Kosmos 2 - 6 ab 8 Jahre ca. 20. Minuten Michael Menzel