Als ich zum ersten Mal hörte, das es ein Spiel gibt, bei dem man am Anfang nicht weiss, wie man gewinnt, war ich sehr skeptisch, ob das denn funktionieren kann. Doch nach der ersten Partie war ich überzeugt: es geht.
Zu
Beginn eines Spiels wird die Grundregelkarte in die Mitte des Tisches gelegt.
Alle anseren Karten gemischt, und jeder Mitspieler erhält drei Karten
auf die Hand. Am Anfang gilt die Grundregel eine Karte ziehen, eine Karte
ausspielen. Dabei gibt es vier verschiedene Arten von Karten.
Regelkarten verändern die Grundregel.Sie ändern entweder
die Zahl der zu spielenden oder zu ziehenden Karten, oder geben an, wie viele
Motivkarten maximal (der zweite Kartentyp) vor einem Spieler liegen oder
wie viele Karten maximal in der Hand eines Spielers sein dürfen. Auch
können sie weitere Regeln einführen, zum Beispiel das Spiel in
Gegenrichtung. Sie werden auf, bzw. neben die Grundregel gelegt.
Motivkarten zeigen einen Gegenstand, wie zu Beispiel den Mond oder
einen Toaster. Sie werden vor dem Spieler ausgelegt
Zielkarten
geben an, auf welche Weise man gewinnt. Das sind meist Kombinationen
aus zwei Motiven, die ein Spieler vor sich liegen haben muss, es kann aber
auch die Handkartenzahl oder anderes den Sieger bestimmen.
Aktionskarten bringen noch mehr Durcheinander ins Spiel. So kann man
durch eine Aktionskarte einem Mitspieler blind eine Karte aus der Hand ziehen,
um sie dann spielen zu müssen, oder eine oder mehrere Regekarten wieder
entfernen. Diese Karten gehen, genau wie entfernte Regeln und Ziele auf einen
Ablagestapel.
Schon die Beschreibung der Kartentypen macht klar, dass hier kaum etwas planbar
ist. Jedes Ziel (Siegkriterium) gilt nämlich nur so lange, bis ein neues
ausgespielt wird. So kann ein Spiel schon in der ersten Spielrunde beendet
sein, wenn die Karten richtig verteilt sind. Kennt man die verschiedenen
Ziele besser, lässt sich zwar der nahekommende Sieg eines
Spielers
verhindern, doch dann dauert es oft lange Zeit, bis ein Siegkriterium
erfüllt ist. Daher gilt eher die Zeitdauer von 2 bis 40 Minuten.
Spieler die gerne genau planen und nur auf Strategie und Taktik stehen, sollten die Finger von diesem Spiel lassen. Man kann zwar planen, wie man mit seinen wenigen Karten das Beste herausholt, wenn die lieben Mitspieler die Planungen nicht immer durcheinander brächten. Oft führt eine Aktion, die einen Sieg verhindern soll, direkt zum Sieg eines dritten Spielers. Das kann und soll hier passieren. Man darf Fluxx nur mit Leuten spielen, die das Spielen nicht als einen Wettkampf, sondern als Unterhaltung sehen. Auch große Denker sollte man vermeiden, denn sonst sitzt man ewig herum, während diese genau überlegen welche drei der 8 Karten sie denn jetzt spielen. Dann hat man ein Spiel, dass viel Heiterkeit hervorrufen und Leute miteinander ins Gespräch bringt. (bd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Illustration |
| Andrew Looney | Amigo | 2 - 6 | ab 8 Jahre | ca. 20 Minuten | Barbara Spelger |