Schriftzug

Fürchterlich. Befreiten wir Fee Fabula in Fische Fluppen Frikadellen von Fürst Fieso fing uns der Fürst und steckte und ins Verlies, finster bewacht von Furunkulus, Fürst Fiesos fieser Finsterling.

der lange Weg über die BlutlacheFinstere Flure führen in die Freiheit. Eine Säulenhalle, an einem Ende das Verlies, am anderen Ende das Tageslicht, führt in die Freiheit. Zu Beginn werden die Flure mit beweglichen Steinen, Blutlache und als Erweiterung auch mit Teleportern bestückt. Dazu kommt, direkt vor dem Ausgang, der fürchterliche Furunkulus, der gleich in drei Ausgabe zum Zusammenstecken beiliegt. Jeder Spieler erhält nach Anzahl drei oder vier Flüchtlinge, die sich vom Verlies in die Freiheit vorarbeiten wollen. Jeder dieser Flüchtlinge weißt auf der Vorder- und Rückseite unterschiedliche Zahlen auf, die in Summe immer 7 ergeben und durch weiße bzw. schwarze Schrift kenntlich gemacht sind.
Kommt ein Spieler an die Reihe, bewegt er einer seiner Spielfiguren maximal so viele Felder weit, wie die Zahl auf der Oberseite angibt. Dabei kann er andere Flüchtlinge überspringen, Steine verschieben und über Blutlachen rutschen, nur Furunkulus darf er nicht überqueren. Nachdem er so seine neue Position gefunden hat, wird er umgedreht und hat nächstes Mal die andere Zahl als Schrittweite vorgegeben. Insgesamt kann jeder Flüchtling also bis zu sieben Felder in zwei Runden ziehen. Dieses Ziehen der Flüchtlinge wird solange durchgeführt, bis jeder Flüchtling einmal gezogen wurden, d. h. alle Steine von Weiß auf Schwarz gedreht wurden oder umgekehrt (eine Ausnahme gibt es beim Start, um ein Gedränge bei der Flucht zu vermeiden).
FlüchtlingeSind alle Flüchtlinge gezogen worden, rührt sich Furunkulus. Ein Plättchen bestimmt, wie weit er zieht, dies können 5 bis 10 Felder sein oder aber er bewegt sich solange, bis er ein oder zwei Flüchtlinge erwischt hat. Er zeiht dabei ganz berechenbar. Er schaut nach links, rechts und nach vorne, aber niemals nach hinten. Dann wendet er sich den am nahesten stehenden Flüchtling zu und macht einen Schritt. Auch Furunkulus kann dabei über Blut rutschen oder Steine schieben. Hinzu kann er noch Teleporter benutzen, am Spielfeldrand durch Geheimgänge verschwinden und im unangenehmsten Fall auch einen Flüchtling mit einem Stein an der Wand zerquetschen. Erwischt oder zerquetscht Furunkulus einen Flüchtling, so kommt dieser in der ersten Hälfte des Spiels zurück in das Verlies, in der zweiten Hälfte scheidet er aus.
Die Hälften werden durch die Züge bestimmt. Es gibt acht Plättchen, die bestimmen, wie Furunkulus zeiht. Nach sieben Plättchen werden diese gemischt und die zweite Hälfte beginnt. Sie unterscheidet sich außer durch das Ausscheiden nicht von der ersten Hälfte. Das Spiel endet entweder weil ein Spieler alle bis auf einen seiner Flüchtlinge durch den Ausgang gebracht hat oder aber nach 14 Runden. Dann gewinnt der Spieler, der die meisten Flüchtlinge gerettet hat; bei Gleichstand gewinnt derjenige von ihnen, der als erster einem Flüchtling zur Freiheit verholfen hat.

Furunkulus kam niht weit genug, ... schnell weg hierMit Finster Flure setzt Friedemann den eingeschlagenen Weg fort, indem er das Spiel in einer guten Ausstattung und einem stabilen Karton präsentiert. Die Spielidee wurde durch die Geschichte mit ihrem Vorgänger verbunden, aber damit endet auch die Verbindung zum preisgekrönten Fische Fluppen Frikadellen.
Finstere Flure spielt sich sehr flüssig, dies gilt besonders auch bei hoher Mitspielerzahl. Dabei gab es bei uns kaum Grübler, die versucht haben, den Weg von Furunkulus bis in letzte auszurechnen. Gerade hierin lag einer der großen Gags, denn nicht immer nimmt Furunkulus den von den Spielern erwarteten Weg. Das Ergebnis kann dann für manchen Spieler zum Desaster führen, für den anderen zum großen Erfolg. Bei uns wurden die 14 Runden nie benötigt. Trotzdem versucht wurde, den Führenden aufzuhalten und Furunkulus in die Nähe des Ausgangs zu bringen, stand der Spieler meist nach ca. 10 Runden fest. Die letzte Runde bräuchte dann auch nicht mehr gespielt werden, weil es nur noch darum ging, dass ein Spieler seinen vorletzten Flüchtling in die Freiheit führen musste.
Bei wenig Spielern lässt sich vieles besser planen, doch ist dies nicht die Stärke des Spiels. Es ist ein Fungame für viele Spieler, die sich an dem Ablauf, der skurrilen Thematik und den Überraschungen von Furunkulus erfreuen. Das Spiel als Nachdenk- und Grübelspiel zu spielen, nimmt vieles von seinem Reiz. Deshalb kann ich Finstere Flure nur für große Spielerrunden empfehlen. Trotz seiner Schwächen im Ablauf wird es immer wieder gerne gespielt und es war kein Problem, Mitspieler für eine Runde zu finden. An die Qualität der "Fische" kommt es aber nicht heran.

Fazit: Fungame für fünf (oder mehr) fiese, feige Flüchtlinge. (wd)
 

Steckbrief
Finstere Flure

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Friedemann Friese 2F 2- 7 ab 10 Jahre 45 Minuten Maura Kalusky