Schriftzug Coloretto

Auf der Spiel '02 in Essen gab es eine Aktion des Abacus-Verlags. Man konnte einen Prototypen von Michael Schacht testen und einen Namensvorschlag einreichen. Dieses Spiel ist in Nürnberg nun erschienen, und es trägt nach einem Vorschlag von Sebastian Herzog den Namen Coloretto.

Der Spielaufbau ist schnell erledigt. Jeder Spieler nimmt sich einer Farbkarte, dabei müssen alle Karten verschieden Farben zeigen. Die restlichen Farbkarten in sieben - bei drei Spielern sechs - Farben, "+2"-Karten und Joker werden gemischt. Die "letzte Runde"-Karte wird an die 16. Stelle von unten in den verdeckten Stapel gesteckt. Pro Spieler legt man eine Reihenkarte nebeneinander auf den Tisch, Jeder Spieler erhält eine Übersichtskarte für die Auswertung, und es kann losgehen.

Der erste Spieler zieht eine Karte und legt sie an eine beliebige Reihenkarte an. Danach hat man die Wahl unter zwei Möglichkeiten, entweder zieht man eine Karte, und legt sie an eine der Reihenkarten, an der noch keine drei Karten liegen, an oder man nimmt sich eine Reihenkarte mit anliegenden Karten.

Hat jeder Spieler eine Reihenkarte genommen, sortiert man die erhaltenen Farben, alle legen ihre Reihenkarte in die Mitte zurück, und der Spieler, der die letzte Reihe genommen hat, legt die nächste Karte an.

Dies wird so lange wiederholt, bis ein Spieler die "letzte-Runde"-Karte zieht. Sie wird beiseite gelegt und ist das Zeichen, dass nach dieser Runde, wenn alle ihre Reihe genommen haben, eine Abrechnung folgt.

Diese ist recht einfach. Man schaut sich seine Farbreihen an. Diese werden nach dem Summenprinzip bewertet. eine Karte zählt 1, zwei Karten 3, drei Karten 6 usw. bis sechs Karten zählt 21. Mehr Karten von einer Farbe bringen keine Steigerung. Joker darf man nach belieben an die Farbreihen anlegen. Doch nicht alles zählt positiv. Die drei wertvollsten Reihen werden aufaddiert, die Summe der übrigen davon abgezogen. Zum Schluss gibt es für jeder "+2"-Karte noch zwei Punkte.

Wer nach vier Wertungen die meisten Punkte hat, gewinnt.

Das Spiel ist schnell erklärt und genauso schnell gespielt. Man muss immer zwischen Ärgern und eigenem Nutzen abwägen. Vergiftet man eine Reihe, die ein Mitspieler gebrauchen könnte mit einer faschen Farbe, so kann es passieren, dass er dann plötzlich die Reihe nimmt, die für ihn nicht attraktiv ist, aber für dich wichtig. Durch die sieben Farben gibt es viele verschiedene Farbkombinationen, und will man einen Spieler ärgern, spielt man damit gelegentlich voll in die Hände eines anderen Mitspielers. Die einzelnen Züge sind schnell gemacht und man ist die ganze Zeit involviert; da kommt keine Langeweile auf.
Coloretto fordert einiges an Konzentration, ist aber nicht schwer zu spielen. Daher kann ich eine Empfehlung fürs Spiel sicher aussprechen.(bd)

  

Steckbrief
Coloretto

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Grafik
Michael Schacht Abacus 3 - 5 ab 8 Jahre ca. 30 Minuten Michael Schacht