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SpielsituationWie für die beiden anderen Siedler-Kisten gilt auch für Städte & Ritter, dass sich am Spielablauf nichts geändert hat. Der größte Unterschied liegt erneut in der Aufmachung. Natürlich folgt diese konsequent der Gestaltung des Basisspiels und der Seefahrer-Erweiterung. Dies gilt sowohl für das Design als auch für das Material.

Der Hauptunterschied zur der ehemaligen Ausgabe liegt erneut in der Verwendung von ausmodellierten Plastikfiguren. Die Stadtmauern sind tellerförmige Gebilde, in denen die Stadt hineingestellt wird. Die optische Wirkung entfaltet sich ausschließlich, wenn sich in der Stadtmauer auch eine Stadt befindet. Eine Stadt kann zur Metropole ausgebaut werden. Dies wird durch einen Aufbau gekennzeichnet, der über die Städte gestülpt wird. Am auffälligsten sind bei den Plastikfiguren die Ritter. Die Ritter sind große Figuren - sie sind ca. doppelt so hoch wie die Städte - die einen beweglichen Arm besitzen. An diesem Arm hängt eine Fahne, die durch die Anzahl ihrer Zacken die Stärke des Ritters angibt. Der bewegliche Arm zeigt die Aktivierung an: wird die Flagge nach oben gehalten, ist der Ritter aktiviert, hängt sie hingegen nach unten, so ist der Ritter nicht aktiviert. Als weitere aufmodellierte Figuren gibt es natürlich auch den Händler und das Barbarenschiff. Beides sind Einzelteile, die die neue Verwaltung der Städteausbautenentsprechend ihrer Funktion auf den Spielplan gestellt werden. Das Barbarenschiff fährt nun nicht mehr auf einer Strecke, die in das Sechseckmuster integriert ist, sondern hat einen eigenen Mini-Spielplan, auf dem es fährt . Dieser kleine Spielplan kann beliebig neben den Spielplan gelegt werden, aufgrund der Form bietet es sich an, ihn direkt an einer der Ecken des Rahmens des Basisspiels zu legen.

Ein deutlicher Unterschied ergibt sich auch bei den Städteausbauten. Früher wurden die Ausbauten in Form kleiner Kalender verwalten: bei jedem Ausbau wurde ein Teil hochgeklappt, das neue Gebäude und die jetzt gültigen Würfelzahlen wurden sichtbar. Jetzt werden die Städteausbauten mit Pappmarken verwaltet. In einem Grundtableau liegen zu Beginn 15 Pappmarken und beschreiben die potentiellen Gebäude. Mit jedem Bau wird eine der Pappmarken umgedreht und die dazugehörige Würfelzahl wird sichtbar. Eine Markierung neben der "3" weist auf die Besonderheit des entsprechenden Gebäudes hin.

ausmodellierter RitterWie auch bei den anderen beiden Neuausgaben ist vieles Gewöhnung und Geschmackssache. Dis trifft vor allem den Unterschied zwischen einfachgeformten Figuren und Holz und ausmodellierten Figuren aus Plastik. Beim Händler oder beim Barbarenschiff ändert sich an der Funktionalität nichts. Dies ist anders bei den Städteausbauten und den Rittern. Die neue Art der Verwaltung der Stadtausbauten ist robust, da das Material aus dicken Pappkarton besteht. Da die Pappplättchen jedoch deutlich kleiner sind als früher eine Seite im Städtekalender geht der optische Reiz verloren.

Bei den Rittern wurden die Holzscheiben gegen Modelle ausgetauscht. Während die Anzahl der Fäuste früher direkt sichtbar war, erfordert die Fahne ein genaues Hinsehen, weil die Stärke nur anhand der Zacken erkennbar ist. Auch sind die Ritterfiguren sehr groß geworden und überschatten damit andere Details auf dem Spielplan. Auch wirkt es sehr komisch, wenn ein einzelner Ritter größer ist als eine Stadt und sogar als eine Metropole. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. (wd)

Zum Vergleich des Siedler-Basisspiels.
Zum Vergleich der Seefahrer-Erweiterung.
 

Steckbrief
Städte & Ritter
zu Die Siedler von Catan

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Grafik & Illustration
Klaus Teuber Kosmos 3 - 4 ab 10 Jahre 120 Minuten
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Michaela Schelk