Trans Amerika ist ein Eisenbahnspiel, dass uns, wie der Name schon sagt, nach Nordamerika führt. Aufgabe eines jeden Spielers fünf ihm zugeloste Städte als Erster mit Eisenbahnschienen zu verbinden.
Der Spielplan zeigt die USA mit einem Dreieckraster, auf dem
35 Städte eingezeichnet und benannt sind. Diese Städte sind in
fünf Regionen eingeteilt, die an den verschieden gefärbten
Städtepunkten zu erkennen sind. Zu jeder Stadt gibt es eine Karte diese
zeigt auf der Rückseite die zugehörige Farbe und auf der Vorderseite
den Namen der Stadt, einen passend gefärbten Rahmen und eine kleine
Karte, auf der die Lage der Stadt markiert ist. Die Karten werden gemischt
und mit den Rückseiten nach oben auf dem Spielplan ausgebreitet, damit
sich jeder Mitspieler eine Karte jeder Farbe aussuchen kann. Diese nimmt
er auf, und erfährt welche Städte man verbinden soll.
Nun wählt jeder Spieler reihum den Ort, an dem sein Eisenbahnnetz beginnen soll und stellt seinen Markierungsstein dorthin. Die zugehörige Lok kommt in den Lokschuppen, der Startpunkt der Punktleiste ist. Eine der 85 Schienen wird als Schranke, die das Spielende markiert, ans Ende der Punkteleiste gelegt.
Hat
jeder seinen Startort gewählt, kann das Bauen der Strecken beginnen.
Das Dreieckraster, das den Spielplan überzieht, wird an den meisten
Stellen von einer einzelnen Linie gebildet. Wo die Karte jedoch Berge oder
Flüsse zeigt, findet man 2 Linien. Nun darf reihum jeder zwei Linien
überbauen, d. h. er legt zwei Schienen auf Einzellinien, oder eine Schiene
auf eine Doppellinie. Die gelegten Schienen müssen immer mit dem Startpunkt
durch Schienen verbunden sein. Dann ist schon der nächste an der Reihe.
So baut jeder an einem eigenen Eisenbahnnetz. Treffen dann zwei Netze zusammen,
so darf man am gemeinsamen Netz weiterbauen. So finden sich immer mehr Spieler
im gemeinsamen Netz zusammen, dass zwangsläufig entstehen muss, da jede
Spieler Nord mit Süd und Ost mit West verbinden muss. Hat ein Spieler
alle seine Städte angeschlossen, endet dieser Durchgang. Jeder Spieler
berechnet für sich, wie viele Linien er noch überbauen muss, um
auch seine Städte verbunden zu haben. Um diese Anzahl geht die Lok auf
der Punktleiste vorwärts. Dann wird der Plan abgeräumt und der
nächste Spieler wird Startspieler.
Ist nach dem zweiten Durchgang noch kein Spieler bei vier oder weniger Punkten, so wird die Schranke verlegt, und zwar , so, das sie zwei Punkte vor der schlechtesten Lok liegt.Das Spiel ist beendet, wenn die erste Lok die Schranke überquert.
Gewonnen
hat dann derjenige, der noch die meisten Punkte übrig hat.
Das Spiel ist einfach zu erklären und schnell gespielt. Durch die unterschiedlichen Zielorte kommt der Wahl des Startortes eine größere Bedeutung zu. Startet man zentral, und hofft, schnell mit den anderen verbunden zu sein, oder verzieht man sich in eine Ecke, und hofft, dass die anderen Mitspieler genügend für einen bauen. Dass es sich bei Trans Amerika nicht um ein reines Glücksspiel handelt, kann man daran erkennen, dass einige Spieler immer wieder gewinnen, während andere immer wieder die Schranke überqueren.
So sollte auch das Anschließen des eigenen Netzes an andere überlegt geschehen. Ist man in der dritten Runde, so lässt man den Führenden den Anschluss an das Netz gerne selbst durchführen, mit dem letzten baut man lieber zusammen. Auch die Bauweise ändet sich nach einigen Spielen. Schließt verbindet man eigene Städte immer auf dem kürzesten Weg, so führen die Strecken oft durch Städte, die man nicht braucht. Derjenige, dem es passiert, dass ein anderer Spieler im eigenen Zug "fertig" meldet, wird in Zukunft vermeiden, fremde Städte anzuschließen. So bekommen zentral gelegene Städte wie zum Beispiel Salt Lake City oder Oklahoma City häufig eine Umgehungsstrecke.
Beim Spiel zu zweit und zu dritt werden je zwei Karten aus jedem Bereich entfernt.Da es sich dabei meist um die weit in den Ecken liegenden Städte handelt, kann das Kartenpech nicht so extrem zuschlagen.
Ein großes Plus gibt es für das Material. In der Beschreibung oben spreche ich nur von den fünf Farben. Zu jeder Farbe gehört aber auch noch ein Symbol im Kreis. So sind zum Beispiel die gelben Städte im Zentrum mit einem Stern, die Grünen an der Westküste mit enem Pfeil gekennzeichnet. Dies ermöglicht auch Farbenblinden, das Spiel ohne große Probleme mitzuspielen
Das Spiel ist durch seine einfachen Regeln auch für Wenigspieler und Familien gut geeignet. Auch erlaubt die kurze Spieldauer eine schnelle Revanche, die gerade im Familienkreis oft gewünscht wird. Für Vielspieler ist es ein prima Warm up und an Spieleabenden ist es als ein kleines feines Spiel zwischendurch oder für die Wartezeit, bis alle beisammen sind zu gebrauchen. (bd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Illustration |
| Franz-Benno Delonge | Winning Moves | 2 - 6 | ab 8 Jahre | ca 30 Minuten |
Marcel-André Casasola Merkle |