Bei Showmanager waren vier Musicals zu besetzen. Jedes benötigte eine
andere Zahl von Darstellern, das mit der geringsten Besetzung 3, das mit
der höchsten 6. Die Darsteller waren auf Karten dargestellt und wurden
über ein Künstleragentur vertrieben. Jeder der Sänger konnte
bestimmte Rollen in bestimmten Musicals gut ausfüllen. Einige Darsteller
waren einseitig, beherrschten nur ein Rolle, diese dafür aber perfekt,
was durch 9 Punkte zum Ausdruck gebracht wurde. Andere waren vielseitiger
und beherrschten zwei oder drei Rollen. Bei ihnen waren die neun Punkte auf
die verschiedenen Rollen verteilt, so dass sie zwar in jeder Rolle ein paar
Punkte erbrachten, jedoch nirgends perfekt waren. Außerdem gab es noch
Provinzschauspieler und -spielerinnen. Sie waren nicht besonders gut, aber
besonders flexible und dementsprechend gaben sie in jeder Rolle einen Punkt.
Jeder Spieler sammelte nun Künstler aus der Agentur.
Dort
wurden immer vier Künstler angeboten, einer kostenlos, die anderen für
jeweils 1000, 2000 bzw. 3000 Mark. Wählte man einen Künstler, so
war er zu bezahlen; alle teureren Künstler fielen im Preis und für
3000 Mark wurde ein neuer Künstler angeboten. Irgendwann hatte ein Spieler
die Darsteller für eine Aufführung zusammen. Dann zeigte er sie
vor und berechnete die Punkte: dies war die Summe aller Darsteller in ihren
Rollen plus ein Bonus. Den Bonus bekam man, wenn für jede Rolle ein
geeigneter Darsteller engagiert worden war und er
betrug so viele Punkte wie Schauspieler in dem Musical auftraten.
Hierin bestand auch der Wert der Provinzschauspieler, denn sie füllten
jede Rolle gerade ebenso gut aus, dass der Bonus nicht in Gefahr geriet.
Setzte man hingegen einen anderen Darsteller in einer Rolle ein, die er nicht
beherrschte, so brachte er nicht nur 0 Punkte, sondern verdarb auch noch
den Bonus. Der erste, der ein Musical aufführte, bestimmte an welcher
Ort. Auf dem Broadway konnte man viel Ruhm ernten, aber eine schlechte
Aufführung ging gnadenlos unter. In Troisdorf, ein kleiner Ort bei Bonn,
in dem der herausgebende Verlag Queen seinen Sitz hat, gab es weniger Ruhm
dafür aber auch keinen kompletten Reinfall. Alle folgenden Spieler mussten
das Musical im selben Ort aufführen und ihr Ergebnis wurde mit denen
der bisherigen Aufführungen verglichen. Am Ende des Spiels wurden einfach
die Ruhmespunkte für die vier Musicals aufaddiert und wer die höchste
Punktzahl hatte, war der Sieger.
Nachdem
nun die Ära der Musicals ihren Zenit überschritten hat - viele
Musicals in Deutschland wurden geschlossen - erschein dieses Spiel nun unter
dem Titel "Atlantic Star". Dazu wurde das Geschehen an den Beginn des letzten
Jahrhundert zurückgelegt. Aus den Musicals wurde Schiffsrundreisen in
der Ostsee, im Mittelmeer sowie auf dem Atlantik und dem Pazifik. Aus den
Rollen wurden Teilstrecken der Rundreise und aus den Darstellern wurden
Ozeanriesen. Zuletzt wurde aus den Provinzschauspielern das Postschiff "Royal
Williams" und aus den Aufführungsorten für die Musicals wurden
jetzt die verschienenen
Komfortklassen.
Ansonsten gibt es inhaltlich nur eine Änderung: anstelle der 120 Darsteller
sind nun 132 Schiffe enthalten. Dieses Mehr an Karten erlaubte es, eine
Sonderregel zu streichen. Wenn man ein Musical bzw. eine Rundreise bewertete,
darf man anschließend nicht mehr als zwei Karten auf der Hand haben;
bei Showmanager durfte man beim letzter der vier Musicals als Ausnahme jedoch
nur eine Karte übrig behalten. Diese Sonderregel entfiel jetzt bei "Atlantic
Star".
Das Spiel war immer eine Verbindung zwischen Viel- und Gelegenheitsspielern, das sich vor allem in großer Besetzung, also mit fünf oder sechs Spielern, hervorragen spielen lässt. Die einzelne Spielzüge sind so schnell ausgeführt, dass trotz des Nacheinanders der Züge keine langen Wartezeiten entstehen. Das Spielgefühl beider Version ist gleich. Wer Showmanager verpasst hat, kann das Spiel jetzt in neuer Aufmachung erhalten. Für denjenigen, der Showmanager bereits besitzt, gibt es nur einen Grund, auch Atlantic Star zu erwerben: eine Vorliebe für die großen Ozeanriesen.
| Spiel | Showmanager |
Atlantic Star |
| Thema | Musicals | Ozeanriesen |
| Anzahl der Karten | 120 | 132 |
| Regeländerung |
bei letztem Musical nur eine Karte auf der Hand |
wie bei allen Musicals zwei Karten auf der Hand |
| Autor | Dirk Henn |
|
| Verlag | Queen Games |
|
| Spieler | 2 - 6 |
|
| Alter | ab 10 Jahre |
|
| Spieldauer | 60 - 90 Minuten | keine Angabe |
| Grafik | Jo Hartwig, Reinhard Horst | Christof Tisch |