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Auf geht es mit einer neuen Reihe von Reihe und auf geht es in den Wilden Westen. Sieben Outlaws werden gesucht und die Spieler versuchen, möglichst viel von der Kopfgeldprämie einzustecken. Die sieben Gesetzlosen sind auf Tafeln dargestellt, auf denen auch ihr Lebenslauf beschrieben wird. Zu Beginn des Spiels befindet sich auf jedem Gesetzlosen eine Kopfgeldprämie von $ 1000.

Tafel von Billy the KidDie Spieler bekommen 10 Karten auf die Hand, mit denen Sie Jagd auf die Verbrecher machen können. Die Karten unterteilen sich in Steckbriefe und in Sheriffkarten. Jeder Steckbrief zeigt das Bild eines Gesetzlosen und hat für die Verteilung der Kopfgeldprämie den Wert 2. Die Sheriffkarten erlauben Sonderaktionen, auf die später eingegangen wird. Zu Beginn eines Spielzuges nimmt der Spieler Karten auf die Hand. Dabei hat er die Wahl, ob er die oberste Karte aus dem Ablagestapel nehmen möchte oder statt dessen lieber zwei Karten vom verdeckten Nachziehstapel. Danach kann ein Spieler bis auf eine Einschränkung, beliebig viele Steckbriefe auslegen und außerdem eine Sheriffkarte spielen. Die einzige Einschränkung bezüglich der Steckbriefe besteht darin, dass zunächst von einem Outlaw drei Steckbriefe gleichzeitig ausgelegt werden müssen. Ist dies einmal geschehen, darf man auch einzelne oder zwei Steckbriefe auslegen, wobei die erste Auslage von drei Karten auch von einem Mitspieler getätigt sein darf. Jede Auslage von Steckbriefen erhöht die Belohnung für den Gesetzlosen und zwar immer um $ 1000 pro ausgelegter Karte minus einer; also z. B. um $ 2000, wenn drei Karten gleichzeitig ausgelegt wurden.

Sheriffkarte "Postkutschenüberfall"Die Sheriffkarten unterteilen sich in Photos, die Bekanntgabe von Verbrechen und weiteren Hilfsmitteln. Ein Photo hat den Wert 4, erhöht die Belohnung um $ 1000 und ist jeweils einem der sieben Gesetzlosen zugeordnet. Die Verbrechen, Postkutschenüberfall, Bankraub und schnellster Schütze, haben Werte von 1 bis 3 und erhöhen ebenfalls die Belohung. Sie können zu jedem beliebigen Verbrecher gelegt werden. Damit aber das Verbrechen erfolgreich begangen wurde, ist noch ein Treffer nötig. Dazu klappt man die oberste Karte des Nachziehstapel um, so dass sie auf dem Ablagestapel liegt. Zeigt sie ein Einschussloch - dies ist bei allen Steckbriefen der Fall - so ist der Treffer erzielt, anderenfalls nicht und die Sheriffkarte wandert auf den Ablagestapel. Als weitere Hilfsmittel stehen "Most Wanted", Unterschlupf und Wyatt Earp himself zur Vefügung. Mmost Wanted erlaubt es; Karten von der Hand oder aus der Auslage von Mitspielern zu stehlen. Der Unterschlupf macht eine Verbrecherauslage eines Spielers für die Vergabe der Kopfgelder ungültig. Wyatt Earp verhilft zu weiteren Karten, auch aus dem Ablagestapel oder beseitigt einen Unterschlupf. In den meisten Fällen erfordern die Aktionen ebenfalls einen Treffer.

Ein Durchgang endet, wenn ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand hat. Dann werden die Kopfgelder verteilt. Sollte von einem Verbrecher weniger als 8 Punkte ausliegen, ist er nicht gefasst und das Kopfgeld verbleibt auf seiner Tafel. Anderenfalls nimmt sich der Spieler mit den meisten Punkten $ 2000, danach gibt es immer $ 1000. Die Spieler folgen in der Reihenfolge ihrer Punkte, aber nur wenn man nicht mehr als 4 Punkte Rückstand zum ersten aufweist, denn dann geht man leer aus. So kann es vorkommen, dass ein Spieler die Belohnung alleine kassiert. Das Spiel endet, sobald ein Spieler mindestens $ 25000 an Kopfgelder kassiert hat. Gewonnen hat der Spieler mit dem meisten Geld.

Steckbrief "Sundance Kid"Wyatt Earp gehört unschwer in die Kategorie der Kartensammel- und Auslegespiele. Hier besticht es aus vielerlei Gründen:

Der hervorragende Eindruck wird durch das Material unterstrichen. Die Schachtel ist handlich, gut gefüllt und mit einem Einsatz versehen, der alles Material ordentlich aufnimmt. Die Gestaltung der Karten ist an den Wilden Westen angelehnt und trotz der dunklen Farbtöne gab es auch keine Probleme bei Kunstlicht. Dieses Jahr (2001) haben in Nürnberg viele Verlage von der Veröffentlichung von Kartenspielen Abstand genommen;Wyatt Earp schließt diese Lücke mühelos.

Zum Abschluss eine Frage am Rande: welcher der sieben Outlaws, Belle Star, Billy the Kid, Bob Dalton, Butch Cassidy, Jesse James, Sundany Kid, Wes Hardin wurde bürgerlich und lebte dementsprechend lange?  Zur Antwort. (wd)

 

Steckbrief
Wyatt Earp

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
R. Borg
M. Fitzgerald
Alea 2 - 4 ab 12 Jahre 45 - 60 Minuten Franz Vohwinkel