SchriftzugSchriftzug - Teil II

Nach der erfolgreichen Quizshow im Fernsehen gab es zunächst Wer wird Millionär als Gesellschaftsspiel, bei dem die Fragen auf Karten gedruckt sind. Neben diesem Gesellschaftsspiel gab es Wer wird Millionär auch als PC-Spiel und inzwischen gibt es zu dem Gesellschaftsspiel auch eine Junior-Ausgabe, bei der die Fragen für Kinder im Alter von 8 bis 12 gestaltet worden sind. Bei dem Erfolg aller Ausgaben war es eine Frage, wann es eine elektronische Ausgabe von Wer wird Millionär gibt. Diese hat nun Hasbro vorgelegt.

das "UFO"Das Spiel besteht im wesentlichen aus drei Teilen, von denen zwei Teile hinlänglich bekannt sind: Spielgeld und Fragekarten. Letzteres ist allerdings ein klein wenig anders gestaltet als die Fragekarten des Gesellschafsspiels. Wichtigster Teil des elektronisches Wer wird Millionärs ist ein UFO-artiges Gerät, dass die Elektronik und somit auch die Funktionalität von Wer wird Millionär beinhaltet.

Bevor wir dieses WWM-UFO näher betrachten noch einmal kurz das Prinzip von Wer wird Millionär. Es werden 15 Fragen mit steigendem Schwierigkeitsgrad gestellt. Zu jeder Frage gibt es vier Antworten, von denen genau eine richtig ist. Wer sie benennt, verbleibt im Spiel. Man kann jederzeit aussteigen und das gewonnene Geld behalten. Beantwortet man aber eine Frage falsch, so fällt man auf die letzte Sicherheitsstufe zurück. Diese beträgt je nach Fortschritt 0, 1000 oder 32000 DM. Ab 2002 wird es dann Wer wird Millionär electronic in einer e €-Version geben. Dabei werden die Gewinnstufen entsprechend den Stufen des Fernsehquiz angepasst.

Kommen wir nun zu dem WWM-UFO und seinen Funktionen. Bis zu 6 Spieler können an einer Runde Wer wird Millionär teilnehmen. Die Fragen bis zur Million sind auf Fragekarten gedruckt; die Fragen bis 4000 DM auf der Vorderseite, die restlichen Fragen auf der Rückseite. Nachdem sich die Spieler angemeldet haben - sie werden hierbei auf eine Nummer von 1 bis 6 reduziert - wird eine Fragekarte in das Gerät eingefügt. Durch Eingabe eines fünfbuchstabigen Codes "weiß" das WWM-UFO, welche Fragenkarte gerade gespielt wird. Danach ist der Ablauf einfach: abwechselnd liest ein Spieler die Frage und die Antworten vor und die Spieler geben ihre Antworten ein. Das ganze läuft sprachgesteuert ab, und so fordert das Gerät die Spieler jeweils auf, ihre Eingaben zu machen. Nachdem alle Spieler ihre Eingabe getätigt haben, gibt das WWM-UFO die richtige Antwort bekannt und wertet die eingegebenen Antworten aus.

Eine Besonderheit sind dabei die Joker, die es ja auch in der Quizshow gibt. Beim 50:50-Joker werden wie im Original zwei Antworten gelöscht; diese sind im übrigen für alle Spieler gleich. Beim Telefonjoker wird das Spiel für 30 Sekunden unterbrochen, so dass man ein en realen Anruf tätigen könnte. Natürlich kann man hier auch Mitspieler zu rate ziehen. Beim Publikumsjoker wird man bei mehreren Spielern in der Reihenfolge zurückgestellt und antwortet als Letzter. Dabei bekommt der Spieler die Antworten der Mitspieler genannt. Spielt man allein, gibt das WWM-UFO eine Reihenfolge der Antworten vor, jedoch keine Prozentzahlen, wie man es aus der Show gewohnt ist.

Bedienungselemente des "UFOs"Wie spielt es sich denn nun, das WWM electronic? Der Reiz dieser Version liegt eindeutig in der neutralen Durchführung.. Die Führung durch die einzelnen Schritte ist sehr gut, die Regeln werden präzise eingehalten. Wer ausgeschieden ist, kann im Gedanken noch mitspielen, ist aber nicht mehr in der Wertung. Die Neugierde eines jeden Spielers in Verbindung mit den Fragekarten führt dazu, dass möglichst viele Fragen richtig beantwortet werden, allein um schon die nächste Frage und vor allem deren Antwort zu erhalten. Im manchen Runden wurde schon zum Lexikon gegriffen oder eine Fragekarte wiederholt, nur um die Antworten auf die späten Fragen zu erhalten.

Einige Kleinigkeiten sind aber auch auszusetzen. So sind insbesondere die Texte des WWM-UFOs begrenzt und gehen schnell auf die Nerven, Ein "Expertenmodus" mit weniger Quasselei wäre hier angebracht gewesen. Auch ist der Publikumsjoker im Spiel mit 2 oder 3 Spielern nicht gerade hilfreich. Weiterhin leidet die Bedienungsfreundlichkeit darunter, dass der Bestätigungsknopf direkt hinter dem Beendigen-Knopf sitzt und Eingaben nur getätigt werden können, wenn nichts erzählt wird. Als letztes gab es fehlerhafte Fragen, z. B. wurden künstliche Gliedmaßen als Prosieben und nicht als Prothesen bezeichnet. Inzwischen liegen dem Spiel korrigierte Fragekarten sowie eine Anleitung zum Austauschen der fehlerhaften Karten bei.

Besonders geeignet ist WWM electronic als Solospiel. Dabei mag es von Vorteil sein, den Telefonjoker umzudefinieren: man erhält eine Minute Zeit, um die Antwort in Büchern nachzuschlagen. Damit läuft es dann prima. Ob man zu mehreren lieber elektronisch oder herkömmlich mit Karten spielt, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Ein wichtiges Kriterium hierbei ist die Frage, ob man lieber einen menschlichen Fragesteller haben möchte oder ein neutrales Gerät mit einer Stimme. Spannend Wer wird Millionär kann mit beiden Produkten in spannender Form gespielt werden. (wd)

Steckbrief
Wer wird Milionär electronic?

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
keine Angabe
(Celador Lizenzprodukt)
Hasbro 1 - 6 keine Angabe keine Angabe keine Angabe