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Zurück in die Zeit, als Ritter über Burgen herrschten und aus Spaß Turniere veranstalteten. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Raubritters und erhält eine Burg mit seinem Wappen als seinen Wohnort. Nun gilt es, der erfolgreichste Raubritter zu werden. Dafür gibt es drei mögliche Ziele: der Besitz von vier Burgen, der Besitz dreier Burgen und der Sturz des Königs oder der Besitz zweier Burgen und der Gewinn dreier Ritterturniere.

Burg mit 3er Drilling und einer 2Burgen, Turniere und viele Privilegien des Ritterseins sind auf Karten gebannt. 16 Burgkarten zeigen insgesamt sechs verschiedene Burgen, die durch ihr Wappen erkenntlich sind. 9 Turniere und 23 Privilegien vervollständigen den Kartenstapel. Bis auf die Turniere zeigt jede Karte eine Kombination von Würfeln: einen Drilling, also drei gleiche Würfel, und einen weiteren Würfel. Diese Kombination muss mit den beiliegenden sechs Würfeln erreicht oder übertroffen werden. Dies geht entweder mit einem Vierling oder mit einem Drilling einer höheren Zahl oder indem man den angegebenem Drilling würfelt und mit dem zusätzlichen Würfel zumindest gleich zieht. Um dies zu erreichen, darf man drei Mal würfeln. Nach jedem Wurf darf man eine beliebige Anzahl Würfel zur Seite legen und so stehen lassen. Dabei gibt es eine Vorschrift: 6en muss man stehenlassen, nur zählen sie nicht zum Endergebnis, sondern sind Nieten. Nach drei Würfen wird geschaut, ob man die Würfelkombination der vorher ausgewählte Karte erreicht hat. In diesem Fall bekommt man die Karte, anderenfalls wird sie unter den Stapel geschoben. Bekommt der Spieler ein Privileg, so darf er gleich noch einmal um einen Karte würfeln. Anderenfalls ist der nächste Spieler an der Reihe.

RitterturnierNun spielt aber nicht jeder Spieler vor sich hin, sondern kann seinen Mitspielern Karten abjagen und Turniere veranstalten. An einem Ritterturnier nehmen alle Spieler teil. Sie versuchen, die höchste Kombination zu erwürfeln. Der Veranstalter des Turniers bekommt hier einen Vorteil, indem er vier- anstatt drei Mal würfeln darf. Ein gewonnenes Turnier kann nicht mehr übernommen werden, sehr wohl aber Privilegien und Burgen. Bei Privilegien braucht man lediglich das geforderte Ergebnis zu erreichen. Burgen hingegen dürfen vom Besitzer verteidigt werden: erreicht der Angreifer das geforderte Ergebnis, so darf der Besitzer versuchen, dies Ergebnis zu überbieten. Gelingt es ihm, hat er die Burg verteidigt und sie bleibt in seinem Besitz.

Privileg einer "4"Bleiben noch zwei Kleinigkeiten: die Kartenauswahl und der Sturz des Königs. Die Karten werden in zwei Stapel aufgeteilt.  So hat jeder Spieler beim Wurf eine Auswahl, die sich noch dadurch erhöht, dass er einmal während seines Zugs, eine Karte unter einen Stapel schieben darf.

Während man Burgen und Turniere in Kartenstapel findet, ist der Sturz des Königs eine feste Aktion, die jeder Spieler wählen kann, wenn er drei Burgen besitzt. Der König erfordert allerdings einen Vierling aus 5en oder einen höheren Wurf und wer versagt, muss zur Strafe eine Burg unter einen Stapel legen.

Knatsch ist ein kurzweiliges Würfelspiel. Durch Thematik, Interaktion und die Auswahl der zu erwürfelnden Karte unterscheidet es sich aber von klassischen Würfelspielen wie "Meiern" oder "Kniffel", da es mehr Eingiffsmöglichkeiten für den Spieler bietet. So bleibt es bei der kurzen Spieldauer auch nur selten bei einem Spiel, denn fast immer wird direkt eine Revanche gefordert. (wd)

  

Steckbrief
Knatsch

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Grafik
Michael Schacht Abacus 2 - 6 ab 8 Jahre 20 - 40 Minuten Hans-Jörg Brehm