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Jeder Spieler erhält einen Satz von 22 Karten. Jede dieser Karten mit Ausnahe des Nazguls hat einen Wert von 0 bis 5. Die Karten mit dem Wert 3 zeigen einen Hobbit der Gemeinschaft. Frodo, Sam, Merry oder Pippin, in dessen Rolle die Spieler schlüpfen. Während die Karten mit Wert 0 und 1 namenlos sind, befinden sich auf den anderen Karten die Charaktere der Geschichte. Sind sie wie Arwen fest an einen Ort gebunden , so haben sie den Wert 2, sind sie aber Gefährten wie Gimli, so haben sie Wert 4. Die 5 ist dem großen Zauberer Gandalf vorbehalten. Von diesen Karten hat ein Spieler immer sechs Karten auf der Hand.

Der Ort "Moria"Gespielt wird an 10 Orten, die dem Band I der Herr der Ringe Trilogie entnommen sind. Sie werden in einer vorgegebenen Reihenfolge gespielt. Jeder dieser Orte ist entweder die Farbe Weiß oder Schwarz zugeordnet. Außerdem enthält jeder Ort drei Werte, die die Punktzahlen angeben, um die die Spieler spielen. Ein Ort besteht grundsätzlich aus zwei Karten, die nebeneinander ausgelegt werden, zunächst der erste Ort Beutelsend. Um jeden Ort haben genau 10 Karten Platz (je zwei oben und unten, je eine links und rechts und vier in den Ecken). Nachdem nun Beutelsend auf dem ansonsten leeren Spielfeld ausgelegt wurde, führen die Spieler ihre Züge durch.

FrodoIn jedem Zug muss ein Spieler mindestens eine Karten an den aktuellen Ort anlegen. Karten mit einem Wert von 2 oder höher werden einzeln ausgelegt, von Karten mit Wert 1 dürfen hingegen beliebig viele ausgelegt werden. Unäbhängig davon darf ein Spieler zusätzlich immer die 0 und den Nazgul spielen. Wie er die Karten legen darf, hat von der Farbe des Ortes ab: an einem weißen Ort dürfen Karten nur auf freie Plätze gelegt werden, an einem schwarzen Ort dürfen Karten mit niedrigerem Wert überbaut werden. Eine Ausnahme sind die Hobbitkarten im Wert 3, die nie überbaut werden können. Der Nazgul hat dabei keinen Wert, sondern darf immer auf Karten gelegt werden, die dann zusammen mit ihm aus dem Spiel genommen werden. Wenn die 10 Plätze an einem Ort bebaut sind, kommt es zur Wertung. Wer nun die Karten mit dem größten Wert an den Ort hat, gewinnt die meisten Punkte, der zweite und dritte Spieler bekommen auch noch ein paar Punkte, der letzte hingegen geht leer aus. Danach legt der Spieler, der die letzte Karte an den Ort gelegt hatte, den nächsten Ort aus. Dabei gibt es nur eine Einschränkung: der Ort muss an mindestens eine bereits liegende Karte angelegt Gandalfwerden.

Die Punkte, die es an den 10 Orten zu gewinnen gibt, nehmen in Laufe des Spiels zu. Damit nun auch die frühen Orte von Interesse sind, gibt es an ihnen Ringe zu gewinnen. Ein solcher Ring wird später zusammen mit einer Karte gespielt und hat eine Spezialeigenschaft, z. B. führt der Ring, den es in Beutelsend für den Sieger gibt, dazu, dass alle angrenzenden Orte ihre Farbe wechseln. Neben diesen Ringen haben auch drei der zehn Orte Sondereigenschaften, somit gelten hin und wieder leicht modifizierte Regeln.

NazgulDas Spiel endet, wenn entweder alle Karten gepsielt wurden oder wenn bei der Abrechnung eines Ortes nur noch ein Spieler Karten besitzt. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Der Herr der Ringe: die Gefährten ist ein Taktikspiel, dessen einziger Glücksfaktor in der Reihenfolge besteht, wie ein Spieler seine Karte auf die Hand bekommt. Neben dem Gewinn von Punkten und Ringen ist es besonders wichtig, die letzte Karte an einen Ort zu legen, um so das Recht zu bekommen, den Platz des neuen Ortes auswählen zu dürfen.

Das hohe Maß an Taktik wird durch eine geringe Atmosphäre erkauft. Von dem Herrn der Ringe hat das Spiel zwar Titel und Bilder, doch wird das Thema abstrakt umgesetzt. Die Karten reduzieren sich auf ihre Wert, die Orte auf die zu gewinnenden Punkte. So wird das Spiel wegen der taktischen Möglichkeiten gefallen als wegen der Nähe zum Film oder zum Buch. (wd)

Steckbrief
Der Herr der Ringe -
die Gefährten

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration / Grafik
Reiner Knizia Ravensburger 2 - 4 ab 9 Jahre 30 - 45 Minuten keine Angabe