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ein berühmtes DrehbuchErst einmal ein paar Worte zum Titel. Das Spiel erschien zur Spiel '00 unter dem Titel "Traumfabrik", doch aus rechtlichen Gründen musste Hasbro den Titel ändern. So erscheint die zweite Auflage jetzt mit dem neuen Titel.

Der StarregisseurJeder der bis zu fünf Spieler führt ein Studio und produziert verschiedene Filmen. Basis der Filmproduktionen sind die Drehbücher, von denen jeder Spieler drei vor sich liegen hat. Je ein Drehbuch ist für einen Film der Kategorie Abenteuer, Unterhaltung und Drama. Außerdem beschreibt das Drehbuch, welche "Zutaten" der Film benötigt. Jeder Film benötigt genau einen Regisseur, die weiteren zwei bis vier Zutaten können Schauspieler, aber auch Musik, Effekte oder Kamera sein. In manchen Fällen ist dies sogar freigestellt.

ein echter Stargast ...Der Spielplan zeigt acht Felder und wird vier Mal bespielt. Das erste ist den Starregisseuren vorbehalten. Fünf weitere zeigen Gebäude und die beiden anderen Parties. Als erstes wird ein Starregisseur auf sein Feld gelegt. Auf die Gebäude kommen offen zwei oder drei "Zutaten". Auf den Parties schließlich werden so viele Zutaten verdeckt gelegt, wie Spieler am Spiel teilnehmen. Der Starregisseur und die Zutaten auf den Gebäuden werden versteigert. Zu Beginn hat jeder Spieler 12 Verträge (bis 5 Spielern nur 10), mit denen er bieten kann. Der Spieler mit dem höchsten Gebot erhält alle Zutaten, die sich auf dem Feld befinden. Diese legt er meistens auf ein Drehbuch, er darf sie aber auch ohne Nutzen weglegen. Die gebotenen Verträge werden sofort gleichmäßig unter allen Mitspielern verteilt, ein evtl. Rest verbleibt bis zur nächsten Versteigerung in der Mitte und wird dann mit verteilt. Wenn ein Partie ansteht, so werden die Zutaten aufgedeckt. Das Studio, das bisher die meisten Schauspieler unter Vertrag hat, wählt zuerst eine Zutat aus, die anderen folgen nach der Anzahl ihrer Schauspieler. Außer den "gewöhnlichen" Schauspielern gibt es noch die Stars. Sie können als Stargast einen Film bereichern.

... und eine FälschungDamit die Qualität der Filme beurteilt werden kann, hat jede Zutat "Sterne". Sie reichen von null bis drei mit Ausnahme der Starregisseure, die alle vier Sterne aufweisen. Sobald ein Film fertiggestellt wurde, wird sein Wert mit einer Marke festgehalten. Am Ende zählen die Punkte auf den Marken sowie die Punkte durch Oscars zum Gesamtergebnis, das den Sieger bestimmt.

Oscars werden bei der Fabrik der Träume etwa anders vergeben als in der Realität. Der erste Film in jeder Kategorie erhält einen kleinen Oscar im Wert von fünf Punkten. Außerdem gibt es jeweils nach den ersten drei Durchgängen einen kleinen Oscar für den besten Film. Nach dem vierten und letzten Durchgang werden die großen Oscars vergeben, die 10 Punkte Wert sind. Diese gibt es für den besten Film einer Kategorie sowie für die beste Regie - es zählen alle Sterne der Regisseure - und auch für den schlechtesten Film, der Preis, der in Wirklichkeit als Goldene Himbeere noch nicht im Empfang genommen wurde.

ShowdownDie Fabrik der Träume ist ein stimmiges Spiel aus der Filmwelt. Leider können viele jüngere Mitspieler mit den Darstellern nicht mehr viel anfangen. Ältere werden hingegen monieren, dass die Schauspieler Filmen zugeordnet werden können, in denen sie nicht mitgewirkt haben. Wer über diese spieltechnisch bedingten Schwächen hinwegsehen kann, erhält ein atmosphärisches Versteigerungsspiel, dessen Stärken neben der Thematik in der Verteilung der Verträge liegt. Sie stellt sicher, dass kein Spieler lange Zeit tatenlos zusehen muss, denn wenn man bei einer Versteigerung nicht mitbieten konnte, erhält man anschließend automatisch Verträge dazu. (wd)

Steckbrief
Fabrik
der Träume

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Reiner Knizia Hasbro 2 - 5 ab 12 Jahre 45 Minuten Doris Matthäus