oder
time is the essence
Beim Öffnen der Schachtel fallen einem als erstes
die Eieruhren auf. Es gibt je drei große rote und schwarze und eine
kleine graue. Außerdem findet man 64 Ringe, zwei Ringhalter und ein
sechseckiges Spielbrett. Die Felder des Brettes bestehen aus unterschiedlich
hohen Röhren. In die Röhren passen die Eieruhren, um die Röhren
die Ringe. Die Röhre in der Mitte ist vier Ringe hoch , um diesen
Mittelpunkt liegen sechs Röhren, die eine Höhe von drei Ringen
haben. Die nächste Runde hat eine Höhe von zwei Ringen, das
äußerste Sechseck von Röhren ist schließlich nur noch
einen Ring hoch.
Beim Start des Spieles stehen die Eieruhren abgelaufen - rot und schwarz im Wechsel - in den Ecken des Spielbrettes. Zu Beginn werden zuerst alle Uhren ins Spiel gebracht, dazu dreht man sie um, stellt sie in eine angrenzende Röhre und läßt einen Ring über darüber fallen. Auch die weiteren Spielzüge erfolgen in dieser Form. Hier gibt es jedoch zwei Bedingungen. Die Eieruhr, die bewegt werden soll, muß noch laufen und die Röhre, in die sie gestellt werden soll, muß noch Platz für einen Ring haben. Spielende ist, wenn keiner der beiden Spieler einen Zug machen kann. Sieger ist dann derjenige, der die meisten Ringe losgeworden ist; ist auch diese Anzahl gleich, gewinnt derjenige, dessen Uhr als letzte aufhört zu laufen.
Eine besondere Funktion hat die kleine Eieruhr.
Während die großen Uhren 3 Minuten laufen, gibt die kleine 15
Sekunden an. Im Zug des Gegners kann man die kleine Uhr umdrehen, aber nur
unter der Bedingung, daß sie zu diesem Zeit nicht läuft. Der Gegner
muß dann seinen Zug beendet haben, bevor die 15 Sekunden abgelaufen
sind. Dadurch kann man verhindern, daß seelenruhig abwartet wird, bis
eine Uhr bewegungsunfähig
wird.
Das Spiel lebt vor allem vom Spiel mit der Zeit: Dreht man eine Uhr zu schnell wieder um, ist nicht viel Sand im oberen Teil und die Gefahr ist groß, daß sie verloren geht. Warte ich zu lange, sind auf einmal drei Uhren in Gefahr.
Tamsk ist geeignet für Spieler die gern zügig, aber überlegt spielen. Das lange Durchrechnen aller möglichen Züge wird durch den Uhrenmechanismus gestoppt. Spielt man zu schnell und unüberlegt, blockiert man sich leicht selbst, oder man gibt dem Mitspieler die Chance sich einen großen Teil des Brettes für eine einzelne Uhr abzugrenzen.
Das Material lädt zum Spielen ein, doch manchmal ist es ärgerlich, daß man erst alle Sanduhren ablaufen lassen muß, um eine zweite Partie zu spielen. Daß das Spiel für einen hohen Wiederspielwert besitzt, wird durch den Ungeduld einiger Spieler während dieser Wartezeit gezeigt. (bd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer | Illustration |
| Kris Burm | Schmidt | 2 | keine Angabe | keine Angabe | Lu'cifer |