Mamma Mia Schriftzug

Der Titel und die Spieleschachtel lassen an Sommer, Sonne und Strand denken. Dies charakterisiert schon recht gut ein Fun-Game. Doch ein bißchen aufpassen muß man schon.

Die Mamma-Mia-Karte bestimmt den Pizzabäcker

Das Spiel besteht aus drei verschiedene Kartenarten.

Zum einen gibt es die Pizza-Beläge. Hier finden wir Salami, Pilze, Ananas, Peperoni  und Oliven.

Zum anderen gibt es für jeden Mitspieler acht Pizza-Bestellungen. Die Pizza Bombastica ist für alle gleich. Sie muß mindesten fünfzehn Auflagen haben. Alle anderen Bestellungen sind einmalig. Jeder Spieler hat einen Lieblingsbelag, der bei allen seinen Bestellungen einmal vorhanden sein muß. Vier Bestellungen erfordern jeweils einen fremden Belag vierfach. Eine weitere Bestellung verlangt jeden Belag einfach. Außerdem gibt es noch zwei Spezialbestellungen. Auf diese Spezialbestellungen wird nach Beschreibung der Auswertung eingegangen.

Die dritte Kartenart ist nur einmal vorhanden. Die Mamma Mia Karte zeigt an, wer die Auswertung der laufenden Runde durchführen muß und die nächste Runde beginnen darf.

Zu Beginn des Spieles mischt jeder Spieler seine Pizzabestellungen und legt als Stapel verdeckt vor sich hin. Die Mamma Mia Karte wird in die Zutaten eingemischt, und jeder Spieler erhält sechs Karten. Die übrigen Karten werden als verdeckter Stapel bereitgelegt. Erhält ein Spieler die Mamma Mia Karte, legt er sie offen vor sich ab und zieht einen neuen Belag. Außerdem nimmt man die oberste Bestellung auf die Hand.

Jetzt geht es los. Ein Spieler führt drei Aktionen in seinem Spielzug aus.Salami-Pepperoni-Pizza

  1. Er darf beliebig viele Zutaten einer Sorte auf den Ablagestapel legen. Anzahl und Art der abgelegten Karten muß laut verkündet werden; z.B. drei Oliven.
  2. Er darf genau eine Bestellung auf den Stapel legen.
  3. Er füllt seine Hand wieder auf sieben Karten auf. Dabei muß er sich entscheiden, ob er neue Bestellungen oder neue Beläge ziehen will. Ein gleichzeitiges Ziehen von beiden Stapel ist nicht erlaubt. Sind in dem gewählten Stapel zu wenig Karten, muß man bis zum nächsten Ziehen mit weniger Karten spielen.

Wird die letzte Karte des Zutatenstapels gezogen, kommt der Spieler, der die Mamma Mia Karte gezogen hat, zum Zuge. Er wertet jetzt diesen Ablagestapel aus. Hierzu dreht er den Stapel um und legt die Karten einzeln, sortiert nach Zutaten auf den Tisch. Wird eine Bestellung aufgedeckt, prüft er, ob alle Zutaten vorhanden sind. Fehlt noch etwas, so fragt er den Spieler, ob er die fehlenden Zutaten auf der Hand hat. Ist dies der Fall, kann der Gefragte sie abgeben, um die Pizzabestellung zu erfüllen.
Ist die Pizza komplett nimmt der Auswerter diese Zutaten, und legt sie an die Seite. Der Spieler bekommt seine Bestellung und legt sie offen vor sich hin. Kann die Pizza nicht ergänzt werden, so bleiben alle Zutaten liegen; die Bestellung geht an den Spieler zurück. Dieser legt sie verdeckt unter seinen Bestellungsstapel..
Ist der Stapel abgearbeitet, werden die beiseitegelegten Karten einschließlich der Mamma Mia Karte gemischt und bilden den neuen Zutatenstapel. Die nicht verbrauchten Zutaten bleiben auf dem Tisch liegen, und können bei weiteren Bestellungen mit berücksichtigt werden.
Der Auswerter wird Startspieler des neuen Durchgangs.

Nach drei Durchgängen hat derjenige gewonnen, der die meisten Bestellungen erfüllt hat. Bei Gleichstand gewinnt derjenige, der noch mehr Zutaten auf der Hand übrig hat.

Pizza MinimaleDie beiden oben erwähnten Spezialbestellungen sind die Pizza Monotoni und die Pizza Minimale.

Die Pizza Monotoni verlangt einmal den Lieblingsbelag und sechsmal einen anderen. Welcher Belag das sein soll, wird von dem Spieler erst bestimmt, wenn die Bestellung bei der Auswertung aufgedeckt wird.
Die Pizza Minimale ist etwas komplizierter. Sie verlangt dreifach den Belag, der am wenigsten auf dem Tisch liegt. Die Lieblingszutat darf nicht gewählt werden. Auch werden nur Beläge gewertet, von denen mindestens eine Karte auf dem Tisch liegt.

Diese beiden Spezial-Pizzen machen, zusammen mit der Möglichkeit, Defizite durch Handkarten auszugleichen, den Reiz des Spieles aus. Gute Memory-Leistungen sind zwar hilfreich, doch man weiß nie ,welche Pizza noch aus der Hand vervollständigt wird.

Groß ist dann das Gelächter, wenn einem Mitspieler bei einer Monotoni nur der Lieblingsbelag fehlt, oder wenn eine - als unmöglich erachtete - Bombastikc alles abräumt und die nächsten Bestellungen danebengehen.

Hat man bei einem Spiel Pech gehabt, sagt man sich: beim nächsten mal schaffe ich viel mehr,... oder erst im übernächsten... Egal, die Hauptsache, man hat Spaß dabei. (bd)

Steckbrief
Mamma Mia

Autor Verlag Spieler Alter Spieldauer Illustration
Uwe Rosenberg Abacusspiele 2- 5 ab 10 Jahre ca. 30 - 40 Minuten Franz Vohwinkel