Scotland Yard

Scotland Yard

Inspector Bond Manche Spiele üben direkt von ersten Tag des Erscheinens eine Faszination aus. Zu diesen Spielen gehört Scotland Yard, das für mich zurecht "Spiel des Jahres 1983" wurde. In diesem Spiel spielt ein Spieler gegen den Rest. Er ist Mister X und muss sich 24 Runden lang den Detektiven entziehen. Dazu gibt es einen Stadtplan mit 200 Feldern, die über Taxi-, Bus- und U-Bahnrouten verbunden sind. Ein Detektive muss, um Mister X festzunehmen, auf dem selben Feld stehen wie er.

Inspector Jake Dieses Spiel wurde nun für den PC umgesetzt. Meine Betrachtungen beziehen sich hierbei ausschließlich auf das Spiel für eine Personen. Wenn eine Person spielt, so übernimmt der PC die Rolle der bis zu fünf anderen Spieler. Dabei kann der Spieler wahlweise Mister X spielen oder einen der Detektive übernehmen. Das Spiel läuft dann genauso ab, wie man es vom Brettspiel her gewohnt ist. Aus diesem Grund ist eine Bewertung des Spiels kaum notwendig, denn der Spielspaß von Scotland Yard ist hinlänglich bekannt.

Das Computerspiel ist klar darauf fixiert, dass der Spieler die Rolle des Mister X übernimmt, denn dieses ist auch am Brett die Einzelgängerrolle. Der Computer übernimmt als Team dann die Detektive. Diese kann man auf drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen einstellen. Auf der einfachsten Stufe lassen sich die Detektive noch gut besiegen, vor allem über die Fähre und den Black Tickets. Schon ab der mittleren Stufe sind die Detektive nicht mehr zu unterschätzen. Natürlich kann man die Stufen auch mischen, so dass man Detektive mit unterschiedlich guten Strategien enthält. Die Rolle eines Detektivs ist interessant und gehört sicher zum Spiel dazu, doch fehlt hier der kommunikative Aspekt, denn die Detektive am Brett haben. Da es aber auch früher schon so war, dass die meisten Spieler lieber Mister X sein wollten, spiegelt die Computerumsetzung auch hier die Situation des Brettspiels wider.

Mister X taucht auf Die optische Umsetzung ist gelungen. Ich bevorzuge dabei das komplexe Spielbrett, weil ich dort die Linienführung der Strecken übersichtlicher finde. Die animierten Figuren sind gut, aber die dunkelfarbigen sind nicht immer leicht zu entdecken. Dafür gibt es dann aber die Fokusfunktion, die eine Figur in den Mittelpunkt des Bildschirms bringt. Es gibt eine Reihe von Steuerungsfunktionen, die es einem erlauben, die persönliche Lieblingsperspektive des Spielbretts einzustellen. Leider gibt es aber genau hier auch zwei deutliche Schwachpunkte. Die Verschiebefunktionen sind nicht intuitiv, scrollen sie doch das Bild in die "falsche" Richtung. Während dies nur gewöhnungsbedürftig ist, gibt es einen anderen Mangel: Ich kann die gemachten Einstellungen nicht sichern. Dies beinhaltet sowohl die Grafikeinstellungen, als auch die Einstellung der PC-Spieler, ja nicht einmal der Name ist wird gesichert. So muss vor jedem Spiel wieder alles neu eingestellt werden. Dies ist wahrlich nicht akzeptabel, denn die Pflege von Spielerprofilen ist keine aufwendige Sache und gehört in jedes PC-Spiel. Somit kann Scotland Yard am PC als Spiel überzeugen, die Bedienung hingegen nicht. (wd)  

Steckbrief

Scotland Yard

Spielvorlage Scortland Yard / Ravensburger

Autor und Verlag des Spieles

keine Angabe

Hersteller der CD-Rom

Heureka

Mindest-Systemvoraussetzungen laut Hersteller

CPU / Arbeitsspeicher / Grafikkarte

800 Mhz / 128 MB / 16 MB