CD-Rom

Ogallala

Dieses Spiel von Rudi Hoffmann gab es in mehreren Versionen: Die erste ist mir nicht bekannt, die zweite stammte von ASS und enthielt die Möglichkeit, sowohl die (damals) neue als auch die erste zu spielen. Amigo änderte dann das Spiel zu einem reinen Kartenspiel ab, welches wir dann mit der früheren Brettspielversion verglichen. Dieses Kartenspiel wurde nun für den PC umgesetzt.

Ist die Original-CD endlich eingelegt?

Die Grundidee besteht aus konkurrierenden Indianerstämmen. In drei Reihen bauen sie Boote auf einem Fluss. Ein Boot besteht aus einem Bug, einem Heck sowie beliebig vielen Mittelteilen. Bug und Heck beinhalten höchstens einen Indianer, während die Mittelteile auch mehrere bzw. wertvollere Indianer wie Häuptling und Medizinmann oder einen von vielen Schätze beherbergen kann. Wer ein Boot fertig stellt, kann damit ein gegnerisches Schiff angreifen, die dortigen Indianer in die ewigen Jagdgründe schicken und die Schätze für sich behalten. Bogenschützen, Lassowerfer, Totems und vor allem Crazy Axt sorgen für zusätzliche Angriffe (Crazy Axt auf eigene Boote!) bzw. Schutz. Wenn ein Spieler ein Boot vollendet und damit drei oder mehr Boote besitzt, kann er das Spiel für beendet erklären. Fertige Boote bringen dann für Länge und Schätze Punkte.

Was hat Crazy Axt denn da vor?

Das Spiel ist auf dem PC sehr liebevoll umgesetzt. Dies beginnt schon mit den Teilen, die nicht zum Spiel gehören. Allein die Prüfung, ob sich die Original-CD im Laufwerk befindet, wird mit einer eigenen Grafik und einem eigenen Spruch kommentiert. Diese "Frechheiten" gehen bei der Spieleinstellung weiter. Zu jedem Spieler bietet das Programm einen humorvoll konstruierten Namen an, der später - Erfolg vorausgesetzt - im Highscore erscheinen wird. Die ein bis drei Computerspieler kann man sich in drei Stärkestufen hinzuschalten und dabei auch unterschiedliche Spielstufen mischen. Spielende: Da war wohl jemand besser?Im Spielverlauf agieren sie dann auch entsprechend ihrer Stufe, wobei die Züge auch in höchster Stufe flott durchgeführt werden. Ein Spielzug ist dabei in der Durchführung ganz einfach, man klickt einen der drei Kartenstapel an, nimmt damit eine Karte auf und legt sie am gewünschten Platz ab. Ist die Auswahl nicht erlaubt, erscheint neben einem akustischen Geräusch eine Fehlermeldung, so dass sofort klar ist, warum der Zug nicht ging. Ähnlich agiert der Angriff mit Crazy Axt, Bogenschütze, Lassowerfer oder fertigem Boot: man wählt die Auslage des Spielers, auf den der Angriff gehen soll und klickt das Objekt - Einzelkarte oder Boot - an. Bei Spielende gibt es dann eine grafische Darstellung des Endergebnisses.

Um die Spieler zu längeren Spielen zu animieren, gibt es neben der Spielwertung eine Highscore-Wertung. Bei ihr werden Angriffe und Auslagen mit Punkten belohnt, negativ Ereignisse oder Regelfehler werden mit Abzügen bestraft. Wer ein Spiel gewinnt und eine genügend hohe Wertung in dieser Rubrik erreicht, bekommt einen Eintrag in den Highscore.

Zu diesem Spiel gibt es nur wenig zu sagen: Das Brett- bzw. Kartenspiel war unterhaltsam, aber nicht frei von Schwächen. Da ist die PC-Version anders. Sie ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie man ein Gesellschaftsspiel für den PC umsetzt: Liebevolle Gestaltung in Wort, Ton und Bild, dazu flotte und gute PC-Gegner sowie eine Highscore-Idee, für die ich nichts vergleichbares kenne. Dieses Spiel werde ich sicher noch öfter mal eben zwischendurch spielen, wenn es denn beim "zwischendurch" bleibt. (wd)
 

Steckbrief

Ogallala

Spielvorlage Ogallala / Amigo

Autor und Verlag des Spieles

Rudi Hoffmann

Hersteller der CD-Rom

Outline / KochMedia

Mindest-Systemvoraussetzungen laut Hersteller

CPU / Arbeitsspeicher

300 Mhz / 32MB