Die Grundidee besteht aus konkurrierenden Indianerstämmen. In drei Reihen bauen sie Boote auf einem Fluss. Ein Boot besteht aus einem Bug, einem Heck sowie beliebig vielen Mittelteilen. Bug und Heck beinhalten höchstens einen Indianer, während die Mittelteile auch mehrere bzw. wertvollere Indianer wie Häuptling und Medizinmann oder einen von vielen Schätze beherbergen kann. Wer ein Boot fertig stellt, kann damit ein gegnerisches Schiff angreifen, die dortigen Indianer in die ewigen Jagdgründe schicken und die Schätze für sich behalten. Bogenschützen, Lassowerfer, Totems und vor allem Crazy Axt sorgen für zusätzliche Angriffe (Crazy Axt auf eigene Boote!) bzw. Schutz. Wenn ein Spieler ein Boot vollendet und damit drei oder mehr Boote besitzt, kann er das Spiel für beendet erklären. Fertige Boote bringen dann für Länge und Schätze Punkte.
Das Spiel ist auf dem PC sehr liebevoll umgesetzt. Dies beginnt schon mit
den Teilen, die nicht zum Spiel gehören. Allein die Prüfung, ob
sich die Original-CD im Laufwerk befindet, wird mit einer eigenen Grafik
und einem eigenen Spruch kommentiert. Diese "Frechheiten" gehen bei der
Spieleinstellung weiter. Zu jedem Spieler bietet das Programm einen humorvoll
konstruierten Namen an, der später - Erfolg vorausgesetzt - im Highscore
erscheinen wird. Die ein bis drei Computerspieler kann man sich in drei
Stärkestufen hinzuschalten und dabei auch unterschiedliche Spielstufen
mischen.
Im Spielverlauf agieren sie dann auch entsprechend ihrer Stufe,
wobei die Züge auch in höchster Stufe flott durchgeführt werden.
Ein Spielzug ist dabei in der Durchführung ganz einfach, man klickt
einen der drei Kartenstapel an, nimmt damit eine Karte auf und legt sie am
gewünschten Platz ab. Ist die Auswahl nicht erlaubt, erscheint neben
einem akustischen Geräusch eine Fehlermeldung, so dass sofort klar ist,
warum der Zug nicht ging. Ähnlich agiert der Angriff mit Crazy Axt,
Bogenschütze, Lassowerfer oder fertigem Boot: man wählt die Auslage
des Spielers, auf den der Angriff gehen soll und klickt das Objekt - Einzelkarte
oder Boot - an. Bei Spielende gibt es dann eine grafische Darstellung des
Endergebnisses.
Um die Spieler zu längeren Spielen zu animieren, gibt es neben der Spielwertung eine Highscore-Wertung. Bei ihr werden Angriffe und Auslagen mit Punkten belohnt, negativ Ereignisse oder Regelfehler werden mit Abzügen bestraft. Wer ein Spiel gewinnt und eine genügend hohe Wertung in dieser Rubrik erreicht, bekommt einen Eintrag in den Highscore.
Zu diesem Spiel gibt es nur wenig zu sagen: Das Brett- bzw. Kartenspiel war
unterhaltsam, aber nicht frei von Schwächen. Da ist die PC-Version anders.
Sie ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie man ein Gesellschaftsspiel
für den PC umsetzt: Liebevolle Gestaltung in Wort, Ton und Bild, dazu
flotte und gute PC-Gegner sowie eine Highscore-Idee, für die ich nichts
vergleichbares kenne. Dieses Spiel werde ich sicher noch öfter mal eben
zwischendurch spielen, wenn es denn beim "zwischendurch" bleibt.
(wd)
Steckbrief |
Ogallala |
| Spielvorlage | Ogallala / Amigo |
Autor und Verlag des Spieles |
Rudi Hoffmann |
Hersteller der CD-Rom |
Outline / KochMedia |
Mindest-Systemvoraussetzungen laut Hersteller |
|
CPU / Arbeitsspeicher |
300 Mhz / 32MB |