Malefiz
Malefiz - dieses Wort erinnert mich an meine Kindertage und an lange
Würfelorgien. Es war das Spiel, bei dem man "nur" versuchen musste,
sich von unten nach oben auf dem Spielplan durchzuwürfeln. Im Weg standen
dabei 15 Blockaden, aber auch die Mitspieler machten Ärger, indem sie
die eigenen Figuren werfen konnten. Diese mussten dann zum Start zurück.
Dieses
klassische Würfelspiel gibt es nun für den PC. Die Umsetzung erlaubt
zwei Grafikmodi: klassisch und Mexiko. Die klassische Variante zeigt das
Spielbrett während Mexiko die Figuren in einer mexikanischen Ranch
herumlaufen lässt. Diverse Spielmodi sowie drei Schwierigkeitsstufen
der Gegner sind vorgegeben. Bei der Animation lassen sich die Geschwindigkeiten
und die Arten der Animation auswählen. Als erfahrener Brettspieler bevorzuge
ich die klassische Variante in hoher Geschwindigkeit. Hier ziehen die PC-Spieler
schnell, als Spieler kann ich den Zug trotzdem sehr gut verfolgen. Für
die eigenen Züge kann ich mir die Möglichkeiten meiner Figur anzeigen
lassen. Damit entfällt das lästige Abzählen, weil man die
eigenen Möglichkeiten erfasst.
Wer auf Animation wert legt, wird nicht nur an der Mexiko-Variante seine
Freude haben. Die PC-Spieler drücken ihre Stimmungen durch Mimik und
flotte Sprüche aus, wie sie auch am Tisch fallen. Kleinere
Kontextabhängigkeiten sind dabei zu beobachten, wenn es zum Beispiel
einem PC-Spieler gelingt, einen Rauswurf direkt zu kontern. Schade ist dabei aber,
dass die PC-Spieler nur durchnummeriert sind und ausschließlich
menschliche Spieler mit einem Namen versehen werden können.
Was die Bedienung angeht, wurde es dem Spieler leicht gemacht. Die
Kameraführung kann hochfahren, gedreht und gezoomt werden. Damit ist
ausreichend Einfluss auf die Darstellung gegeben. Das Bedienerfeld dazu ist
einfach, besteht es ansonsten aus einem Button zum Würfeln und Spielzug
abschließen und der animierten Anzeige des Würfelwurfs.
Als Vielspieler kann ich Malefiz nicht viel abgewinnen. Wer
Malefiz aber mag, wird mit diesem PC-Spiel seine Freude haben, denn die
Benutzerführung ist einfach, die Optik ansprechend und das Spiel bieten
auch bei schneller Geschwindigkeit das andauernde Malefiz-Gefühl. Auf
der schwierigen Stufe werden die Gegenspieler dazu sehr aggressiv und
verlängern die Spieldauer durch vermehrtes Werfen gegnerischer Figuren.
Da ist dann Durchkommen alles, aber das war es bei Malefiz schon immer. (wd)
Steckbrief |
Malefiz |
| Spielvorlage | Malefiz |
Autor und Verlag des Spieles |
Werner Schöppner/Ravensburger |
Hersteller der CD-Rom |
Heureka |
Mindest-Systemvoraussetzungen laut Hersteller |
|
CPU / Arbeitsspeicher |
800 Mhz / 64MB |