Carcassonne
- Ritter, Räuber, Ränkeschmiede
Wer sich für Gesellschaftsspiele interessiert, der kennt Carcassonne, das Spiel des Jahres 2001 mit sehr großer Wahrscheinlichkeit. Wer das Spiel nicht kennt, kann sich anhand der Rezension informieren. Diese erschien damals bereits 12 Tage nach Erscheinen, weil es aufgrund seiner Qualität sehr oft gespielt wurde. Dieses Spiel gibt es nun für den PC.
Am
Spiel selbst hat sich nichts geändert. Die Plättchen werden
natürlich nicht mehr gezogen, sondern vom Computer zugewiesen. Der Spieler
legt dann das Plättchen an. Der Computer unterstützt dies sehr
gut, weil er alle Felder markiert, an die das Plättchen topologisch
passt. Eine weitere Hilfe beim Anlegen ist die Anzeige, für welche Felder
es kein passendes Plättchen mehr gibt. Nachdem das Plättchenlegen
kann der Spieler einen seiner Gefolgsleute auf das soeben gelegte Plättchen
platzieren. Kleien Quadrate zeigen die Möglichkeiten des Spielers an,
das eine, farblich markierte Quadrat zeigt den Ort, der aktuell für
die Platzierung des Gefolgsmanns aktiviert ist.
Das ist nur das Grundgeschehen, das durch vielfältige Optionen
unterstützt wird. Während des Spiels sind hier für allen die
diversen Anzeigen zu nennen. Der Spielstand und die Farbzuordnung sind auf
einer Tafel angezeigt, das nächste Plättchen auf
der nächsten. Auch gibt es eine Anzeige, welche
Plättchen noch kommen werden. All diese Dinge werden von einer Vielzahl
von Optionen unterstützt, die es dem Spieler erlaubt, die Optik und
den Ablauf so zu gestalten, wie es ihm die sehr sinnvolle Option, bei der
Reststapelanzeige Stadtplättchen mit und ohne Wappen zusammenfassen
zu können.
Ein großer Bereich ist den Computerspielern gewidmet.
Schon mit der Installation werden etliche Gegner mitgeliefert. Sie sind nach
Ausbildungsgraden benannt sind und zur Übersicht noch einmal mit einem
Level bezeichnet. Mit Ihnen findet jeder Spieler Gegner, die auf seinem Niveau
spielen. Wem diese Gegner nicht reichen, der kann sich seine eigenen Gegner,
kurz Bot genannt, zusammenstellen. Dabei gibt es zwei Grundkonstruktionen,
den Kriterienbot, bei dem 18 Werte einzustellen sind und der
Wahrscheinlichkeitsbot, der mit "nur" 7 Werten auskommt. Das bietet sehr
viel Möglichkeiten für unterschiedliche Strategien und für
viele Experimente.
Wenn dies alles toll klingt, so ist das gewollt, weil sich
Carcassonne am Rechner so spielt, wie man es sich wünscht. Es ist eine
sehr schöne und gut gelungene Umsetzung des Gesellschaftsspiels. Dabei
ist das Programm weit weg von Perfektion. Die Bots begehen vor allem im Spiel
zu zweit noch offensichtliche Fehler, haben aber auf der andere Seite manch
fiese Taktik, wie das Stilllegen von gegnerischen Gefolgsleuten. Beim Handbuch wurde auf
ausführliche Darstellungen verzichtet, weil davon ausgegangen wurde, dass viele Spieler
auf das Lesen des Handbuchs verzichten. So sind z. B. bei der Bot-Programmierung die
kurzen Tooltips hilfreicher als das Handbuch.
Diese
kleineren Mängel sollte aber Niemanden vom Erwerb dieses Spiel abhalten. Bisher
haben wir die Online-Möglichkeiten noch nicht genutzt und die interne
Bewertung unsere Spielstärke nur am Rand notiert. Man braucht all dies
nicht, obwohl auch das sinnvolle Möglichkeiten und Informationen sind.
Auch so muss sich der Bundesgesundheitsminister um dieses Spiel kümmern,
einfach weil der Suchtfaktor sehr, sehr hoch ist... Genug geschrieben, jetzt
will ich erst noch einmal eine Partie spielen. (wd)
Zum
Bot-Wettbewerb
(Einsendung von Bots bis 14. Dezember, Qualifikation 12/2002, Endturnier
1/2003)
Steckbrief |
Carcassonne |
| Spielvorlage | Carcassonne |
Autor und Verlag des Spieles |
Klaus-Jürgen Wrede, Hans im Glück |
Hersteller der CD-Rom |
Koch Media |
Mindest-Systemvoraussetzungen laut Hersteller |
|
Betriebssysteme |
Win98, Win ME, Win 2000, Windows XP |
CPU / Arbeitsspeicher |
Pentium II / keine Angabe |
| CD-Rom-Geschwindigkeit | keine Angabe |
| benötigter Festplattenplatz | keine Angabe, 112 MB bei uns |