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Letztes Jahr wurde mit dem Kennerspiel ein neuer Preis aus der Taufe gehoben der mit 7 Wonders einen klaren Favoriten und Sieger hatte. Dieses Jahr stellte sich die Frage, wohin der Preis geht. Mit der Auszeichnung von Village wurde hier ein klare Antwort gegeben: Es darf ein bisschen komplexer werden, es wird vielfältiger und vor allem wird es sehr thematisch. Mit der Visualisierung durch das Treiben im Dorf, mit Pflügen und Hochzeiten, mit Pferden und Markttagen werden aus den Aktionen kleine Handlungen. Und durch den Tod, dargestellt durch Chronik und Friedhof, wird das Leben im Dorf realer, eben weil es hier auch endet. Hier wird gespielt, mit einem gewissen Anspruch, und dennoch spielerisch leicht. Und wie im richtigen Leben müssen sich die Dorfbewohner entscheiden: Eine Handwerkerlehre oder lieber in die Politik oder doch auf Reisen gehen und die Welt sehen?
Die Welt können wir in Kingdom Builder nicht sehen, sondern konstruieren. Das Königreich liegt vor uns und darf besiedelt werden. Doch was erfolgreich ist, wird immer wieder neu definiert: 3 von 10 Karten bestimmen die Ziele. Das sorgt für ein vielfältiges und lang anhaltendes Spielvergnügen. Dabei ist der Einstieg leicht. Zunächst lässt man sich auf das Spiel ein. Später erkennt man mehr von der Tiefe des Spiels und den Möglichkeiten, die es bietet. Der Spieler lernt so leicht, wie er das Spiel besser meistert. Es erinnert an Carcassonne, das Gelegenheitsspieler und Familien friedlich spielen und das Viel- und Turnierspieler taktisch und strategisch angehen.
Mit beiden Spielen steigert die Jury im Vergleich zum Vorjahr den Anspruch ein wenig. Das begrüßen wir ebenso wie die ausgezeichneten Spiele, denn auch hier ist Vielfältigkeit wichtig um die ganze Palette der Spielewelt zu zeigen. Man darf gespannt sein, wie es mit der Zweiteilung des Preises weitergeht. (Redaktion)