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Nun gibt es drei Listen, weil die Nominierungsliste für das Kennerspiel hinzugekommen ist. Dafür sind die Listen kürzer - gab es doch ein Zurück zu "nur" drei Nominierten. Beides ist zu begrüßen: Der Preis "Kennerspiel" war längst überfällig, denn immer mehr trennten sich die Spiele mit einfachen Regeln für die Seltenspieler und die Spiele mit einer höheren Komplexität für regelmäßige Spieler. Dabei muss man im Auge behalten, dass auch mit dem Kennerspiel nicht der Spielefreak angesprochen wird, der weitaus höhere Komplexität liebt und beherrscht.
So kommt es für uns nicht überraschend, dass der diesjährige Favorit "7 Wonders" auf der Nominierungsliste zum Kennerspiel steht. Mit Lancaster und Strasbourg stehen dort zwei weitere Spiele, die schon in Oberhof ein kritisches Vielspielerpublikum überzeugten.
Die Spiele auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres repräsentieren die ganze Vielfalt der Spielewelt. Qwirkle ist abstrakt, Die verbotenen Insel kooperativ und Asara vertritt das anspruchsvolle Familienspiel. Damit wird die Grenze zwischen Spiel und Kennerspiel des Jahres genau vermessen, liegt sie doch zwischen Asara und 7 Wonders.
Kurz zurück zu "im Auge haben": Sämtliche nominierten Spiele zeichnen sich nicht nur durch eine hohe spielerische Qualität aus, sondern überzeugen auch durch die Gestaltung. Durch wunderschöne Grafiken, dreidimensionale Figuren, Holzmaterial und starkes haptisches Gefühl fordern diese Spiele gerade dazu auf, sie in die Hand zu nehmen und loszuspielen. Dadurch machen diese Spiele noch mehr Spaß. Möge dies auch Ansporn für die Verlage sein, weiterhin (oder endlich) Spiele in angemessener Ästhetik zu veröffentlichen. (Redaktion)