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Der Deutsche Spielepreis ist vergeben und erwartungsgemäß heißt der Sieger Dominion (Donald X. Vaccarino, Hans im Glück). Damit ist es wieder so weit: Wir haben ein Spiel, dass sowohl Spiel des Jahres ist als auch den Deutschen Spielepreis gewann. Das letzte Mal war dies bei Carcassonne der Fall, das ebenfalls aus dem Hans im Glück Verlag stammt. Damit gibt es wieder ein ganz großes Spiel und dessen Originalität gepaart mit Einfachheit und Vielseitigkeit werden weiterhin für viele schöne Stunden sorgen.
Auf den Plätzen folgen Le Havre (Uwe Rosenberg, Lookout Games) und Pandemie (Matt Leacock, Pegasus). Le Havre als Nachfolger von Agricola konnte den Spitzenplatz nicht ganz verteidigen und der Autor "droht" schon mit dem nächsten Werk: Vor den Toren von Loyang. Pandemie hingegen ist eine ganz andere, bisher oft wenig beachtete Art von Spiel: Es ist kooperativ. Es tut gut, dass diesem Genre nach der Nominierung auch hier ein guter Platz zuteil wurde, denn gerade diese Spiele bringen ein Miteinander im Wettkampf, der nun gegen das Spielsystem geht, mit sich.
Die weiteren Platzierungen zeigen die Nähe zwischen den beiden wichtigsten Spielepreisen: Vier der fünf nominierten Spiele sind in den Top Ten; vor allem für das Schätzspiel Fauna (Friedemann Friese, Huch & Friends) eine tolle Leistung.
Doch auch verabschieden müssen wir uns von zwei Dingen: Zum einen gibt es die kleine Schachtel nicht mehr. Die Zeiten, in denen ein Kartenspiel wie 6 nimmt (Wolfgang Kramer, Amigo) gewinnt, scheinen endgültig vorbei zu sein. Im letzten Jahr war mit Wie verhext! (Andreas Pelikan, alea)noch wenigstens ein Spiel in einer kleineren, wenngleich nicht ganz kleinen Schachtel unter den Top Ten. Zum anderen, und wir bleiben damit bei alea, ist dieser Verlag nicht vertreten, ausgerechnet im Jubiläumsjahr des zehnjährigen Bestehen.
Schauen wir auf das Kinderspiel. Mit Burg der 1000 Spiegel (Inka und Markus Brand, Kosmos) gewann ein umstrittenes Spiel, weil Kinder mit den Strahlen und Erwachsene nicht mit dem Merken zu Recht kamen. Doch der Sieger beim Kinderspiel war immer schon anspruchsvoll und wirkt oft so, als wenn Erwachsene überlegen, was wohl ein gutes Kinderspiel sei. (wd)
| Platz | Spiel | Autor(en) | Verlag | Stimmen |
| 1 | Dominion | Donald Vaccarino | Hans im Glück | 4735 |
| 2 | Le Havre | Uwe Rosenberg | Lookout Games | 2559 |
| 3 | Pandemie | Matt Leacock | Pegasus | 2504 |
| 4 | Finca | Ralf zur Linde, Wolfgang Sentker | Hans im Glück | 1695 |
| 5 | Small World | Philippe Keyaerts | Days of Wonder | 1155 |
| 6 | Valdora | Michael Schacht | Abacusspiel | 1002 |
| 7 | Diamonds Club | Rüdiger Dorn | Ravensburger | 911 |
| 8 | Im Wandel der Zeiten | Vlaada Chvátil | Pegasus | 718 |
| 9 | Sherwood Forest | Nils Finkemeyer | eggertspiele | 679 |
| 10 | Fauna | Friedemann Friese | Huch & Friends | 657 |
| Platz | Spiel | Autoren | Verlag |
| 1 | Burg der 1000 Spiegel | Inka und Markus Brand | Kosmos |