Im mittleren Teil des Herrn der Ringe stehen die großen
Schlachten im Mittelpunkt, vor allen die Schlacht um Helms Klamm. Darin gibt
es jede Menge Orks, die überwiegend dazu dienen, als Schlachtvieh der
Guten zu dienen. Das ist in dem Brettspiel zu dem Film nicht anders.
Der Plan ist in quadratische Felder unterteilt, neuen Reihen und endlos erscheinende Spalten. Links steht der Turm von Saruman, rechts der Turm von Sauron in Minas Morgul. Die Orks versuchen, eine geschlossene Kette zwischen diesen Türmen herzustellen und einige mutige Gesellen tummeln sich bereits zu Beginn um die Türme herum.
Kommt ein Spieler an die Reihe, so führt er seinen aus drei Teilen
bestehenden Spielzug aus. Zunächst kommen neue Orks auf den Plan. Eine
Karte gibt vor, ob die Orks von Westen oder Osten angelegt werden müssen
und in welchen Reihen sie erscheinen. Bilden die Orks danach eine geschlossene
Reihe zwischen beiden Türmen, so endet das Spiel und alle Spieler haben
verloren. Ansonsten führt der Spieler seinen Zug aus. Von seinen Hanskarten
wählt er eine aus, die die Zugrichtung und die Weite vorgibt. Als
Zugrichtung gibt es gerade, diagonal oder beides (also wie Turm, Läufer
oder Dame beim Schach); letzteres ist besonders wertvoll, da man einmal im
Zug abbiegen darf. Die Weite, der Anfangswert rangiert von fünf bis
neun, wird zunächst für jeden Ork in direkter Nachbarschaft um
eins reduziert. Danach kann pro Punkt ein Feld weit gezogen werden. Kommt
ein Spieler mit seiner Spielfigur auf ein von einem Orks besetzen Feld, so
ist dieser besiegt, was aber die Weite erneut um eins reduziert. Man kann
auf diese Art auch mehrere Orks in einem Zug besiegen. Eine zweite Art Orks
zu besiegen, ist sie in die Zange zu nehmen. Stehen zwei Spielfiguren senkrecht,
nicht waagerecht, in einer Spalte und sind alle Felder mit Orks belegt, so
werden diese geschlagen, wobei jeder der beiden beteiligten Spieler die
Hälfte bekommt. Zum Abschluss seines Zugs schaut der Spieler unter die
Plättchen der gerade eben besiegten Orks. Befindet sich darauf eine
Ent-Markierung, tritt ein Ereignis ein. Diese Ereignisse sind zeitlich in
drei Abschnitte unterteilt: der erste Abschnitt bringt überwiegend Orks
auf den Plan,
der zweite enthält unberechenbarere Ereignisse und im
dritten werden die Orks wieder reduziert.
Wenn die Orks nicht gewinnen, endet das Spiel mit dem letzten Ereignis. Alle Spieler sind insoweit Gewinner, als dass die Orks besiegt wurden. Um einen Sieger zu bestimmen, zählt jeder Spieler die Punkte auf den Rückseiten seiner Orks zusammen.
Das Spiel enthält einen kooperative und einen kompetativen Aspekt. Die Menge der Orks lässt jeden Spieler zwischendurch verzweifeln, obwohl die Chancen der Orks nicht so gut sind. Als Spiel zum Film ist es deshalb gut geeignet, auch weil die Regeln einfach sind und man ein gemeinsames Ziel hat. Der Sieger bestimmt sich dann überwiegend durch Zufall und muss mehr als Beitrag gesehen werden, einen der Spieler auszuzeichnen. (wd)
Steckbrief |
Autor | Verlag | Spieler | Alter | Spieldauer |
| J. R. R. Hering | Kosmos | 3 - 4 | ab 10 Jahre | ca. 60 Minuten |