Interview by Email

Am 9. Juni, startete unser sechstes Interview per Email. Unser Partner ist dieses Mal der Kinderspieleautor Peter-Paul Joopen. Einige Informationen über ihn findet man auf seiner Homepage.

 
Wir danken Peter-Paul Joopen ganz herzlich für seine Bereitschaft, bei diesem Interview mitzumachen, besonders, weil er durch die Entscheidung der Jury Spiel des Jahres viel Zeit in anderes investieren mußte


Hier die Fragen, die wir und einige Leser Peter-Paul Joopen gestellt haben
die Antworten erhält man nach Klick auf die Nummer
1 Viele der Leser kennen dich nicht oder kaum. Du hast deinen Lebenslauf auf deiner Website in spielerischer Art beschrieben (mit Link). Gleichzeitig hast du deine Hobbys und Interessen grafisch dargestellt. Kannst du unseren Lesern deine Hobbys inkl. deines Berufs einmal näher schildern.
2 Du engagierst dich in der Jugendarbeit. Was machst du dort und mit wem?
3 Du nennst als einen Punkt der Jugendarbeit, bei dem du beteiligt bist, Kinderbibeltage. Wie stehst du zu Spielen mit religiösem Inhalt? Wie können solche Spiele Kinder in der Glaubensfindung unterstützen?
4 Du hast mit "Kayanak", deinem zweiten veröffentlichten Spiel, den Preis "Sonderpreis Kinderspiel der Jury Spiel des Jahres" gewonnen. Was bedeutet dieser Preis für dich?
5 Vor dem Preis steht die Arbeit, nämlich die Entwicklung des Spiels. Wie kommst du zu deinen Spielideen? Gehst du von einem Thema oder einem Mechanismus aus?
6 Sowohl in Kayanak als auch in deinem aktuellen Spiel Maskenball der Käfer verwendest du Magnetismus. Was hat dich dazu gebracht, dieses physikalische Phänomen gleicht zwei Mal für ein Kinderspiel zu verwenden?
7 Worauf muss man bei der bei der Entwicklung eines Kinderspiels besonders achten?  Ergänzung PK: Du entwickelst auch Spiele ab 10 bzw. 12 Jahren. Wo siehst du den Unterschied, der die Entwicklung eines Erwachsenenspiels kennzeichnet? Wie ermittelst du die Altersangaben für deine Spiele?
8 Stellen Kinder besonders hohe Ansprüche an ein Spiel?
9 Ein Prototyp konkurriert mit fertigen Produkten. Wie wichtig ist die grafische Gestaltung für einen Kinderspielprototyp, damit die Kinder ihn akzeptieren?
10 Mit wem testest du deine Spiele?
11 Wie man Erwachsenenspiele testen kann wissen wir aus dem Interview mit Wolfgang Kramer. Wie testest du Kinderspiele? Kleinere Kinder können keine "normalen" Testbögen ausfüllen. Wie testest du Kinderspiele?
12 Du bist mit "Maskenball der Käfer" erst auf der Auswahlliste und nun sogar auf der Nominierungsliste zum Kinderspiel des Jahres. Diese Auswahlliste wurde zum ersten Mal erstellt. Was denkst du über den neuen Modus für Kinderspiele?
13 Da malst, dichtest und entwickelst Spiele. Sind Spiele für dich Kunstwerke?
14 Eureka und Willi Wichtel haben unterschiedliche Themen. Wie wichtig ist dir das Thema eines Spiels?
15 Morgen wird das Kinderspiel Spiel des Jahres 2002 verkündet. Du bist mit "Maskenball der Käfer nominiert. Was empfindet man einen Tag vor der Verkündung des KSdJ?
16 Maskenball wurde Kinderspiel des Jahres. Herzlichen Glückwunsch! Wie feierst du den Erfolg?
17 Du hast bei unserem SdJ-Spiel mitgemacht und alle Fragen zum KSdJ richtig beantwortet. Wie informierst du dich über Kinderspiele.
18 Verfolgst du Diskussionen über Spiele im Internet (z.B. Spielboxforum oder newsgroups)?
19 Du präsentierst deine Buch - und Spieliden auf deiner Website. Mit welchem Ziel?
20 Möchtest du uns und unseren Lesern noch etwas sagen, oder möchtest du uns eine Frage stellen?

9.6.2002:

Viele der Leser kennen dich nicht oder kaum. Du hast deinen Lebenslauf auf deiner Website in spielerischer Art beschrieben (mit Link). Gleichzeitig hast du deine Hobbys und Interessen grafisch dargestellt. Kannst du unseren Lesern deine Hobbys inkl. deines Berufs einmal näher schildern.

Meine Interessen und Neigungen liegen im mathematisch / logischem Bereich, was mir sicherlich bei der Entwicklung von neuen Spielen zu Gute kommt. Während meines Studiums habe ich in den Freistunden kleine Computerspiele wie z.B. Mastermind programmiert. Damals hatte ich den Gedanken beruflich Computerspiele zu entwickeln. Da ich aber ein recht bodenständiger Mensch bin, der Wert auf Sicherheiten legt, habe ich mich für was "solides" entschieden. Somit schreibe ich jetzt Warenwirtschafts-Programme für ein Vertriebsunternehmen. Einen Rest von dieser Computerspielerei spiegelt sich auf meiner WEB-Site wieder. Hier könnt ihr euch über die Online-Spiel-Simulationen zum jeweiligen Spiel einen kleinen Eindruck machen.

Ein weiteres Hobby ist die Malerei. Auch die hätte ich gern zu meinem Beruf gemacht - aber da war schon wieder die Sache mit den Sicherheiten. So bin ich, was mein Talent angeht, auf dem Stand eines dreizehnjährigen geblieben, was mich jedoch nicht davon abhält gelegentlich einen Pinsel zu quälen.

Natürlich spiele ich auch gerne. Hierbei bevorzuge ich die strategisch / taktischen Spiele, obwohl ich zur Entspannung auch gerne einmal Spiele mit Glück oder anderen Komponenten ausprobiere.

Nicht zuletzt ist da noch meine poetische Ader. Ich reime sehr gerne und habe in einer schöpferischen Phase einige Kinderbücher geschrieben. Doch nach ein paar Absagen habe ich es aufgegeben bei Buchverlagen anzufragen. Ich habe im Internet auch einige Liebesgedichte und Gedichte mit ernsten Themen ausgestellt. Diese sind jedoch unter einer anderen Homepage und unter Verwendung eines Pseudonym geschrieben, was ich hier jedoch nicht Preis gebe. Vielleicht findet ihr es ja selber heraus.

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10.6. 2002.

Du engagierst dich in der Jugendarbeit. Was machst du dort und mit wem?

Ich war viele Jahre Leiter bei den Pfadfindern. Dies habe ich jedoch aufgeben müssen, da ich durch verschiedene familiäre und berufliche Gründe einfach zu viel um die Ohren hatte. Heutzutage mache ich dort mit, wo es um die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen geht, die keine dauerhaften terminlichen Verpflichtungen für mich bedeuten, wie z.B. Veranstaltungen in Schulen, Kinderbibeltage oder Spielefeste.

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11.6.2002

Du nennst als einen Punkt der Jugendarbeit, bei dem du beteiligt bist, Kinderbibeltage. Wie stehst du zu Spielen mit religiösem Inhalt? Wie können solche Spiele Kinder in der Glaubensfindung unterstützen?

Es gibt viel so genannte Lernspiele, welche die unterschiedlichsten Bereiche (wie z.B. Farberkennung, Lesen, Rechnen etc.) fördern und unterstützen sollen. Wieso also nicht auch den religiösen Bereich. Vor allem im alten Testament findet man viele Themen, die sich hierfür gut eignen und auch bereits als Spiel (z.B. Turmbau zu Babel) umgesetzt wurden.

Ich denke, dass dort, wo gespielt wird eine gewisse Harmonie ist und ein positiver Austausch zwischen den Menschen erfolgt. Ist dies nicht die Basis einer jeden Religion?

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12.6.2002

Du hast mit "Kayanak", deinem zweiten veröffentlichten Spiel, den Preis "Sonderpreis Kinderspiel der Jury Spiel des Jahres" gewonnen. Was bedeutet dieser Preis für dich?

Es gibt einige Ereignisse in meinem Leben, bei denen ich nicht in der Lage bin das Gefühl zu beschreiben, welches in mir war, als ich es erleben durfte. Hierzu gehören meine Heirat, die Geburt meiner Kinder und die Verleihung des Sonderpreises Kinderspiel der Jury Spiel des Jahres.

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13.6.2002

Vor dem Preis steht die Arbeit, nämlich die Entwicklung des Spiels. Wie kommst du zu deinen Spielideen? Gehst du von einem Thema oder einem Mechanismus aus?

Das ist von Spiel zu Spiel verschieden, da es keine feste Vorgehensweise gibt. Aber meistens ist es so, dass nicht ich auf die Idee komme, sondern die Idee zu mir kommt. Ich kann also eine Zeit lang vor einem leeren Blatt Papier sitzen und es fällt mir einfach nichts Gutes ein. Dafür höre ich ein andermal auf dem Weg zur Arbeit im Auto ein Lied und mein Kopf ist plötzlich voller Gedanken die in der richtigen Reihenfolge sortiert eine prima Spielregel ergeben. Aus dem Thema ergibt sich dann oft ein passender Mechanismus, obwohl gerade bei Kayanak und Maskenball der Käfer erst der Mechanismus in meinem Kopf war und das Thema erst später hinzu kam. Auch da habe ich keine feste Vorgehensweise.

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14.6.2002

Sowohl in Kayanak als auch in deinem aktuellen Spiel Maskenball der Käfer verwendest du Magnetismus. Was hat dich dazu gebracht, dieses physikalische Phänomen gleicht zwei Mal für ein Kinderspiel zu verwenden?

Magneten üben zwei unterschiedliche Arten von Kräften untereinander aus:
In Kayanak wurde nur die Anziehungskraft verwendet, in Maskenball zusätzlich die abstoßende Kraft. Sollte ich noch eine dritte Kraft finden, lass ich mir hierzu auch noch ein neues Spiel einfallen ;-)

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15.6.2002

( Eva Maria Kneis):Worauf muss man bei der bei der Entwicklung eines Kinderspiels besonders achten?  Ergänzung PK: Du entwickelst auch Spiele ab 10 bzw. 12 Jahren. Wo siehst du den Unterschied, der die Entwicklung eines Erwachsenenspiels kennzeichnet? Wie ermittelst du die Altersangaben für deine Spiele?

Bei der Entwicklung eines neuen Spieles ist das Alter der Zielgruppe für mich erst einmal zweitrangig. Das bedeutet, dass ich mich, in der Regel, nicht hinsetze und ein Spiel für eine bestimmte Altersgruppe entwickle, sondern dass ich eine Spielidee ausarbeite und ihr erst anschließend eine Altergruppe zuordne. Hierbei gibt es manchmal Grenzbereiche, in denen ich durch Vereinfachung der Regel oder zufügen von komplexeren Elementen das Alter in die eine oder andere Richtung korrigiere. Dies erfolgt meistens in Gesprächen mit den Testspielern, vor allem, wenn ihr Alter am Rand der von mir vorgegebenen Grenzen ist.

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16.6.2002

(Eva Maria Kneis): Stellen Kinder besonders hohe Ansprüche an ein Spiel?

Kinder stellen den höchsten Anspruch an ein Spiel, den es überhaupt gibt, nämlich den, dass das Spiel auch Spaß machen soll. Und das ist auch gut so ;-)

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17.6.2001

Ein Prototyp konkurriert mit fertigen Produkten. Wie wichtig ist die grafische Gestaltung für einen Kinderspielprototyp, damit die Kinder ihn akzeptieren?

Ich bin bemüht, meine Prototypen vor allen übersichtlich aber auch "hübsch" aussehen zu lassen. Mit der Liebe zum Detail verliere ich mich gelegentlich in Kleinigkeiten. So hatte z.B. der Prototyp von Kayanak auf dem Deckel der Schachtel ein mit stabiler Klarsichtfolie überzogenes Loch, in das der auf der Schachtel befindliche Inuit (früher Eskimo) seine Angelrute reinhielt. Von Außen konnte man die kleinen Plastikfische in der Dose sehen, die ich hinter diesem Loch, auf der Rückseite des Schachteldeckels montiert hatte.
Ich bin heute noch ganz begeistert von dieser Idee. Leider bin ich aber auch der Einzige.
Der hohe Aufforderungscharakter für dieses Spiel, der schon in den Testgruppen auffiel, brachte jedoch nicht das Loch in der Schachtel, sondern das Spiel selbst mit. Womit wir wieder bei der Antwort zur Frage 16.6. sind.

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18.6.2002

Mit wem testest du deine Spiele?

Nachdem ich die erste Version eines Prototypen von einer neuen Spielidee gebaut habe, wird er meiner Familie vorgestellt. Bei einem Kinderspiel testen also zuerst einmal meine eigenen Kinder. Dann deren Freundinnen und Freunde. Bei Spielen für jüngere Kinder unterstützen mich die Kindergärten in unserer Gemeinde. Familienspiel gebe ich an "Spiele begeisterte" Familien im Verwandten- und Bekanntenkreis. Eine besonders große Hilfe ist die Familie Schiefer, die mit ihren rund 5000 (in Worten fünf Tausend) eigenen Spielen sicherlich "Spiele begeistert" genug sind. Sie haben auch eine eigene Homepage unter www.alte-spiele.de

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19.6. 2002

Wie man Erwachsenenspiele testen kann wissen wir aus dem Interview mit Wolfgang Kramer. Wie testest du Kinderspiele? Kleinere Kinder können keine "normalen" Testbögen ausfüllen. Wie testest du Kinderspiele?

Wenn jüngere Kinder ein Spiel testen, wird deren Reaktion durch einen Erwachsenen im Testbogen vermerkt. Man kann erkennen, ob die Kinder Spaß haben und die Regeln verstehen. Wichtige Punkte sind z.B. ob die Kinder mehrmals hintereinander Spielen wollen, ob das Interesse von nicht am Spiel beteiligten Kindern in der Kindergartengruppe geweckt wird oder die Kinder an den folgenden Tagen von sich aus nach dem "neuen" Spiel fragen. Es wird auch notiert, ob sich die Kinder die Regeln untereinander beibringen können. Einigen Kindern fallen völlig neue Spielvarianten ein, die sogar manchmal in die Regel mit aufgenommen werden. Kleinere Kinder füllen also auch Testbögen aus. Sie machen dies nur nicht mit einem Kuli, sondern mit einem Lächeln.

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20.6.2002

Du bist mit "Maskenball der Käfer" erst auf der Auswahlliste und nun sogar auf der Nominierungsliste zum Kinderspiel des Jahres. Diese Auswahlliste wurde zum ersten Mal erstellt. Was denkst du über den neuen Modus für Kinderspiele?

Um mit Goethes Worten zu antworten: Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust.

Einerseits freue ich mich natürlich darüber, dass das Kinderspiel mit dem Familienspiel gleichgestellt wird.

Andererseits befürchte ich, dass viele Verbraucher zwischen Auswahlliste, Nominierung und Hauptpreis nicht so recht unterscheiden. Dies hat zur Folge, dass Spiele von großen Verlagen (die immer dabei sein werden) mit großer Werbetrommel und großen Regalflächen in den Geschäften mit einem "kleinen" Zusatz neben dem blauen Pöppel mehr gekauft und damit gespielt werden, als Spiele von Verlagen mit wenig Regalflächen und ohne Zusatz neben dem blauen Pöppel, zumindest in den nächsten Jahren. Aber dies ist das Problem des Marketings und soll unsere Freude über die oben erwähnte Gleichstellung nicht schmälern.

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21.6.2002

Da malst, dichtest und entwickelst Spiele. Sind Spiele für dich Kunstwerke?

Wenn man sieht, wie formschön manche Designer einzelne Spielelemente (wie z.B. die Käfer im Maskenball) entwerfen, könnte man schon zu dieser Erkenntnis kommen. Und was Kunst ist, ist oft reine Geschmackssache über die man bekanntlich nicht streiten kann.

Wenn also jemand Spielsteine aus Spaß am Aussehen ins Regal stellt oder Spielpläne rahmt und an die Wand hängt so handelt es sich hierbei sicherlich um eine Art von Kunstwerken.

Ich finde jedoch, dass Kunstwerke zu schade zum Spielen sind. Folglich ist ein Spiel, das ein Kunstwerk ist, nicht mehr so recht zum Spielen geeignet. Oder mit anderen Worten: Spiele können keine Kunstwerke sein oder sobald sie es werden sollten, sind sie keine Spiele mehr.

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22.6.2002

Eureka und Willi Wichtel haben unterschiedliche Themen. Wie wichtig ist dir das Thema eines Spiels?

Eigentlich ist mir das Thema gar nicht so wichtig, wenn es zum Spielablauf passt. Viel wichtiger sind mir eine gute Grafik und ein optisch ansprechendes Design. Hier war ich bei all meinen Spielen, was die Realisierung der Verlage angeht, bisher immer angenehm überrascht.

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23.6.2002

Morgen wird das Kinderspiel Spiel des Jahres 2002 verkündet. Du bist mit "Maskenball der Käfer nominiert. Was empfindet man einen Tag vor der Verkündung des KSdJ?

Der Gala-Abend ist bereits heute und ich fahre gleich los. Ich bin total aufgeregt. Als ich vor drei Jahren mit Kayanak bei der Preisverleihung war, gab es die Nominierungsliste für das Kinderspiel noch nicht, so dass ich bereits vorher wusste, was auf mich zukommt. Dort konnte ich aber miterleben, wie Spannend, um nicht zu sagen nervenaufreibend, es für die zum Spiel des Jahres nominierten drei Parteien war, als der Scheinwerfer kreiste. Ich hoffte damals, dass ich nie in eine solche Situation komme, was sich zum Glück ja nun doch nicht erfüllt hat.

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24.6.2002

Maskenball wurde Kinderspiel des Jahres. Herzlichen Glückwunsch! Wie feierst du den Erfolg?

Na ja, das mag jetzt vielleicht ziemlich nüchtern oder wenig spektakulär klingen, aber die Preisverleihung und damit die Feier waren gestern. Die Freude hält sicherlich noch lange an, aber weitere Feiern sind erst einmal nicht geplant und müssten sich schon spontan ergeben. Hochmotiviert werde ich mich jetzt eher wieder neuen Ideen widmen.

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25.6. 2002

Du hast bei unserem SdJ-Spiel mitgemacht und alle Fragen zum KSdJ richtig beantwortet. Wie informierst du dich über Kinderspiele.

Im Allgemeinen bilde ich mir eine Meinung über Spiele in dem ich sie selber spiele. Da meine beiden eigenen Kinder nun fast 8 und 10 Jahre alt sind, geht die Tendenz natürlich von den Kinderspielen zu den Familienspielen über. Ansonsten spiele ich im Freundeskreis auch eher Familien- und Erwachsenenspiele. Als weitere gute Möglichkeit, mich über Spiele zu informieren, bietet sich die in meiner Nähe befindliche und vom Merz-Verlag organisierten "Spiel" in Essen an, die alljährlich im Oktober stattfindet. In diesem Jahr war ich auch erstmalig auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Dort habe ich mir die "Konkurrenz", also die anderen Neuerscheinungen im Kinderspielbereich etwas genauer angesehen. Eine gute Informationsquelle ist auch eine Spielezeitschrift wie z.B. die Spielbox.

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26.6.2002

Verfolgst du Diskussionen über Spiele im Internet (z.B. Spielboxforum oder newsgroups)?

Ganz selten schau ich mal hier oder da rein, was ich gerne öfter machen würde aber zeitlich nicht immer so einrichten kann. In letzter Zeit habe ich mich öfter hier oder unter spielbox-online.de über aktuelle Meldungen informiert, das werde ich sicherlich beibehalten.

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27.6.2002

Du präsentierst deine Buch - und Spieliden auf deiner Website. Mit welchem Ziel?

Angefangen hatte alles damit, dass ich mich einfach ein wenig in die Gestaltung von WEB-Seiten einarbeiten wollte. Da bot sich mein Hobby Spiele und Kinderbücher einfach an. Es ist natürlich auch ein wenig Selbstdarstellung dabei und ich freue mich jedes Mal, wenn es mir gelungen ist, zu einem meiner Spiele eine neue Spielsimulation zu entwickeln. Obwohl ich nicht das Ziel habe jemanden von einem richtigen Spielbrett weg, an den Computer, zu locken, freue ich mich dennoch, wenn ich hin und wieder eine eMail bekomme, als Reaktion auf meine Seiten bzw. die Spielsimulationen.

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28.6.2002

Möchtest du uns und unseren Lesern noch etwas sagen, oder möchtest du uns eine Frage stellen?

Ich möchte mich auf jeden Fall bei all denen bedanken, die überhaupt bis hierhin gelesen haben ;-)

Ferner möchte ich zum Abschluss noch mit meinem Motto aufwarten, auch, wenn es vielleicht beim ersten Lesen noch nicht erkennbar ist, worin der Gewinn besteht:

Mal ist man Verlierer und manchmal Gewinner,
doch wer Freude am Spiel hat, gewinnt eigentlich immer.

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